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Muszyna Almanach für Kleine Heimat 1991 – 2012

Einleitung

In der 20jährigen Verlagstätigkeit des Muszyna Almanachs (“Almanach Muszyny”) haben wir darin ein umfassendes Wissen über die Geschichte und Kultur sowie die Gegenwart von Muszyna, Krynica, Żegiestów und vieler an das Gebiet des historischen Staates Muszyna angrenzender Ortschaften im Süden des Raumes Nowy Sącz (Sandezer Land) und im Norden der Region Spiš (Zipser Land) zusammengetragen. Das gesammelte Wissen machen wir, auch über Internet, allen Interessierten zugänglich. Wir haben zahlreiche Leser unseres Jahrbuches, das in elektronischer und in Papierform herausgebracht wird, sowohl im In- als auch im Ausland.

Wir leben in Zeiten sich dynamisch entwickelnder Kontakte zwischen Vertretern der europäischen Länder. Darüber hinaus haben wir es mit einer großen Auswanderungswelle aus Polen und einer Zuwanderungswelle nach Polen zu tun. Unsere im Ausland lebenden Landsleute haben heute Nachbarn, denen sie das Wissen über das Land ihrer Vorfahren in den Sprachen der Länder ihres aktuellen Aufenthalts übermitteln müssen. Wollen wir unsere Leistungen weltweit präsentieren, wollen wir, dass sie von anderen Völkern anerkannt werden, so müssen wir über unsere lokale Geschichte und Kultur auch in Fremdsprachen sprechen.

In dieser Publikation, die in vier Sprachfassungen: polnisch, englisch, deutsch und slowakisch vorbereitet wurde, laden wir zu einer Wanderung auf den Almanach-Pfaden, die dem Aufbau des Stolzgefühls auf die Geschichte, Kultur und Gegenwart unserer Kleinen Heimat dienen, ein.

Im ersten Abschnitt bieten wir einen Spaziergang durch 22 Jahrbücher des “Muszyna Almanachs” an, im nächsten Abschnitt besprechen wir die Inhalte der “Almanach”-Bibliographie. Als Nächstes schlagen vor vor, den einzigartigen Reichtum der Region Nowy Sącz: die Lokalpresse kennen zu lernen. Weiter präsentieren wir Programminitiativen der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs, darunter unser Hauptprogramm, u. z. den Stipendienfonds. Zum Abschluss laden wir mit Prof. Kazimierz Przyboś zu einer Wanderung auf den Pfaden der Geschichte von Muszyna und dann zu einem kurzen Spaziergang auf seinen heutigen Straßen und zu seinen Sehenswürdigkeiten ein.

Wir danken: Łucja Bukowska, Izabela Cywa, Zuzanna Długosz, Sylwia Gacek, Renata Kopacz, Kazimierz Przyboś, Małgorzata Przyboś und Agata Szymańska für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Erstellen von Texten für diese Publikation.

Die Übersetzung in die Fremdsprachen wurde aus Fördermitteln, die wir im Rahmen des Programms Mäzenatentum in Kleinpolen 2012 erhalten haben, finanziert, wofür wir dem Marschallsamt Kleinpolen herzlich danken und die wir zielgerichtet eingesetzt haben.

Bożena Mściwujewska-Kruk Chefredakteurin des Muszyna Almanachs

Ryszard Kruk Präsident der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs

Muszyna, den 29. Oktober 2012

 

 

 

Inhaltsverzeichnis:

Kapitel 1. Muszyna Almanach 1991-2012

Kapitel 2. Bibliographie des Muszyna Almanachs

Kapitel 3. Nowy Sącz Presseforum

Kapitel 4. Jährlicher Szczęsny-Morawki-Preis für das beste Buch über die Region Nowy Sącz

Kapitel 5. Stipendienfonds des Muszyna Almanachs

Kapitel 6. Regelmäßig wiederkehrende Wettbewerbe und Events und polnisch-slowakische Zusammenarbeit

Kapitel 7. Meetings der Freunde des Muszyna Almanachs

Kapitel 8. Geschichte von Muszyna im Umriss

Kapitel 9. Muszyna auf einen Blick

Kapitel 10. Über uns

 

 

Kapitel 1. Muszyna Almanach 1991-2012

Im Jahre 1991 wurde – unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft der Freunde der Region Muszyna – das erste Jahresbuch Muszyna Almanach “Almanach Muszyny” herausgegeben. Im Jahre 2010 wurde die Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs Herausgeber des Jahrbuches. Das erste Jahrbuch war 40 Seiten stark, seit einigen Jahren sind wir bemüht, 400 Seiten nicht zu überschreiten.

Unser Interessengebiet erstreckt sich auf die Geschichte des Raumes Muszyna und der mit ihm verbundenen Menschen; ihm wurden mehrere hunderte Texte von einigen zig Autoren gewidmet. Wir berichten oft auch über benachbarte Ortschaften und die slowakischen Regionen Spiš und Šariš.

In den “Almanach”-Spalten werden Beiträge von Spezialisten: Historikern, Archäologen, Biologen oder Geologen sowie vielen Autoren veröffentlicht, die alltäglich nicht zur Feder greifen, sondern anderweitig ehrenamtlich tätig sind. An der Geschichte interessierte Personen verfolgen ihre Spuren in Muszyna und Umgebung und teilen mit uns ihre Entdeckungen.

Durch Erkundung des lokalen Milieus können wir an Aufzeichnungen, Chroniken und Fotos herankommen, die sonst zu Hause in der Schulblade verborgen gehalten werden. Wir sammeln Familiengeschichte und -erinnerungen, die für institutionalisierte Strukturen unzugänglich sind.

Die Geschichte ist es wert, in der jungen Generation verbreitet zu werden, die die Geschichte ihrer eigenen kleinen Heimat und die Geschichte ihrer Nachbarn kennen sollte. Daher sind wir bemüht, die Geschichte der Region Spiš auch über unsere südlichen Nachbarn, und dazu in ihrer Muttersprache zu zeigen.

Nachstehend bieten wir unseren Lesern eine Wanderung auf den Seiten von 22 Jahrbüchern des “Muszyna-Almanachs“ in Polnisch, Englisch, Deutsch und Slowakisch an.

Jahrgang 1991

In unserem ersten, knapp 40 Seiten starken Jahrbuch präsentieren wir die Geschichte von Muszyna im Umriss, die Geschichte der Burg und mit ihr verbundene Legenden, Kirchen und Friedhöfe, die sich in der Gemeinde befinden, Mineralquellen und das Museum. Wir bieten unseren Lesern auch Spaziergänge und Ausflüge an und regen sie zur Lektüre der Dichtung von Jerzy Harasymowicz an. Wir nutzen das Wissen des Historikers und Etnographen Prof. Roman Reinfuss, eines großen Kenners und Freundes der Lemken-Kultur, und zeigen die Lemken-Heiligabendbräuche.

Jahrgang 1992

Wir empfehlen den Freunden von Muszyna eine Entdeckungsreise durch seine Archive; sie können erfahren, wie das Leben der Bewohner dieses Städtchens in den vergangenen Jahrhunderten ausgesehen hatte, und sich mit der Geschichte des Stadtwappens von Muszyna und den Ergebnissen der auf dem Burghügel geführten archäologischen Grabungen vertraut machen. Wir laden sie zu Fuß- und Autotouren ein, für die Muszyna eine ideale Ausfallbasis ist. Da wir auf jedem Ausflug oder Spaziergang alten griechisch-katholischen Kirchen begegnen, bringen wir auch Erläuterungen zur Bedeutung ihrer Innenausstattung für den griechisch-katholischen Ritus.

Poesieliebhaber finden im “Almanach” mehrere Gedichte des bekannten, aus Muszyna stammenden Dichters Adam Ziemianin und einiger Amateurdichter.

Jahrgang 1993

Wir bringen einen Beitrag von Jacek Zaremba, der einen interessanten Spaziergang durch sehenswerte Winkel in Nowy Sącz, des “größeren Bruders” von Muszyna, der sein 700jähriges Bestehen feierte, ermöglicht.

Wir laden unsere Leser zu einer Droschkenfahrt entlang der alten Kościelna-Straße ein, von wo aus wir an dem von Grauen Schwestern geführten Kinderheim vorbeifahren und unsere Schritte nach Powroźnik und zu seiner griechisch-katholischen Kirche aus dem 17. Jh. lenken. Wir unterhalten uns mit dem Bürgermeister der Stadt Krynica, der “jüngeren Schwester“ von Muszyna, die 1993 ihren 200. Jahrestag feierte, und lernen Probleme und Träume der Gastgeber und Bewohner dieses Kurortes kennen. Wir besuchen auch die etwas weiter liegenden Nachbarorte Čirč, Podolinec, Hniazdne und Stará Ľubovňa und verfolgen polnische Spuren in der slowakischen Region Spiš.

Nach der Begegnung mit der Geschichte empfehlen wir unseren Lesern, frische Gebirgsluft auf einem Spaziergang entlang der Flüsse Muszynka und Poprad zu schnappen, wo geduldige Beobachter bei etwas Glück einen schwarzen Storch aufspüren können. Den Freunden der schöngeistigen Literatur empfehlen wir die Erzählung von Adam Ziemianin über Oma Anna und ihre Pension sowie die Dichterecke. Aus dem Zyklus über bekannte und geschätzte Bewohner von Muszyna, die zwar das Städtchen verlassen haben, aber sich weiterhin Muszyna verbunden fühlen, bringen wir ein Gespräch mit dem Komponisten Zbigniew Bujarski.

Jahrgang 1994

Wir bieten unseren Lesern eine Zeitreise in die Vergangenheit, um in die Starostei Muszyna in ihrer Blütezeit zurück versetzt zu werden, auf der Burg mit dem Dichter Jan Kochanowski aus Czarnolas Wein zu trinken, eine alte Schule in Muszyna zu besuchen, wo jahrhundertelang den Schülern das Schreiben und Lesen mit unterschiedlichem Erfolg beigebracht wurde. Auf einer Wanderung entlang der Berggipfel rund um Muszyna besuchen wir das hypothetische Schlachtfeld auf dem Garby-Berg und Schanzen der Konföderaten von Bar in der Nähe des Dorfes Muszynka, wo sich Kazimierz Pułaski aufgehalten haben soll. Auf der Besichtigungstour alter unierter Kirchen, echter Perlen der Architektur in dieser Region, besuchen wir die Kirche in Izby, um uns vor der Kopie des einst verehrten Bildes der Muttergottes der Beschützerin zu verbeugen.

Wir machen auch einen Abstecher in das slowakische Bardiov, ein malerisches Städtchen mit reicher Geschichte, das nach Ansicht der Sachkenner Kazimierz nad Wisłą in nichts nachsteht. Wir können auch andere Ortschaften in der Slowakei besuchen, ein Thermalbad bei Kiezmark nehmen oder fern von der Sommerhitze Ruhe und Kühle in nahe gelegenen Eishöhlen genießen.

In Muszyna können wir Bahngleisen, die die Stadt in verschiedenen Richtungen durchschneiden, nicht ausweichen. Für die Sicherheit jener, die Bahngleise überqueren, sorgen Bahnwärter; obwohl ihnen die Technik vom Ende des 20. Jh. zur Verfügung steht, leisten sie wie ihre Vorgänger von vor 50 Jahren ihren Dienst rund um die Uhr, woran uns Edward Drozd erinnert. Den alten Bahnhof gibt es nicht mehr, aber wir lassen uns für einen Augenblick einige zig Jahre zurück versetzen, um in der Erzählung von Adam Ziemianin am Gleis eine schnaubende Lokomotive zu begrüßen.

Jahrgang 1995

In diesem Jahrbuch bringen wir im Umriss die Geschichte unserer Stadt, wobei wir in den Jahren des Ersten Weltkrieges und der Zwischenkriegszeit Station machen. Wir erinnern an Antoni Jurczak, Bürgermeister von Muszyna zwischen 1912 und 1938. 1995 wurde sein 50. Todestag gefeiert; aus diesem Anlass lassen wir seinen Enkel zu Wort kommen, der mit warmen Gefühlen seinen Großvater in Erinnerung ruft.

Auf dieser historischen Exkursion begleiten wir die Konföderaten von Bar und versuchen, das Rätsel ihrer geheimnisvollen Halsgehänge zu lüften. In Andrzejówka und Leluchów können wir in dem Beitrag von Tadeusz Trajdos die von Wiktor Zomph gemalten Ikonostase bewundern. Wir schreiben über Ignacy Medwecki, Gründer und Entdecker von Żegiestów, und suchen auf dem Friedhof zu Muszyna nach Gräbern seiner Familienangehörigen, bei Gelegenheit halten wir am Friedhofsquartier von 1914 gefallenen Soldaten an.

Im benachbarten Krynica besichtigen wir eine Ausstellung der Werke von Nikifor, eines genialen Lemken, dessen 100. Geburtstag sich 1995 jährte. Bei dieser Gelegenheit lauschen wir auf der Promenade in Krynica dem Belcanto von Jan Kiepura während des jährlichen Kiepura-Festivals. In der Dichterecke können wir dem von Adam Ziemianin erdachten Sommerfrischler Benek und dann Południca in einem von Franek Kmietowicz in der Mundart verfassten Märchen (Legende) begegnen; der Autor lebt seit Jahren in Kanada und ist weiterhin fasziniert von der Volkskultur und Geschichte der Region.

 

Jahrgang 1996

Wir geben zunächst eine Übersicht über literarische Werke über die Region Muszyna, die ebenfalls von so großen Dichtern wie Jan Kochanowski aus Czarnolas besungen wurde, der den guten Geschmack des Starosten von Muszyna, der auch ein Weinkenner war, lobte. Willkommen in Żegiestów, das sein 150jähriges Bestehen feiert. An der Geschichte interessierte Leser werden durch die Burg Muszyna geführt und können auf der Suche nach Spuren der in dieser Region tief verwurzelten Familie Krynicki Einsicht in die Personenstandsbücher der griechisch-katholischen Pfarreien nehmen. Wir erinnern an die Geschichte der Genossenschaftsbank Muszyna und ihre Begründer. Eine andere um Muszyna verdienstvolle Einrichtung ist das Zentrum des Polnischen Blindenverbandes, der 1996 sein 60jähriges Bestehen beging.

Auf dem Marktplatz in Muszyna sorgen die in weißen Kapellen untergebrachten Heiligen: St. Florian und St. Johann Nepomuk für Ruhe und Ordnung in dem Städtchen. Der Vorgänger des hl. Florians wurde in eine Kapelle in Folwark, einem Ortsteil von Muszyna am linken Poprad-Ufer, versetzt. Über die Geschichte dieser Skulptur und deren Konservierung berichten im “Almanach“ ein Folwark-Bewohner und ein Denkmalpfleger. Da der hl. Florian Schutzpatron der Feuerwehr ist, erinnern wir auch an Ferdynand Palej, langjährigen, verdienstvollen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr in Muszyna, und seine Leidenschaft, das Kinotheater “Baszta”.

Vom Marktplatz führt die Tour zur Pfarrkirche St. Joseph, in der drei schöne Skulpturen aus dem 15. Jh. bewundernswert sind. Dann können wir den Friedhof mit einer vor Jahren von der Familie Krynicki gestifteten Kapelle besuchen.

Für Literaturfreunde haben wir eine Erzählung über das Kinotheater “Baszta”, ein in der Mundart verfasstes Märchen über Muszyna und einige Gedichte parat. Musikliebhaber finden hier einen Kurzbericht über die Alte-Musik-Festspiele in Stary Sącz. Von aus Muszyna stammenden Volkskünstlern erzählen wir in der Erinnerung an Kunegunda Jeżowska. Wir schlagen auch vor, eine Hochzeit in Muszyna mit ihren Sitten und Bräuchen sowie Gelegenheitsliedern, wie sie vor Jahren gefeiert wurde, mitzuerleben.

Wir bringen einen Beitrag von Priester Stanisław Pietrzak, der die Glaubwürdigkeit der oft von den Kennern der Geschichte der Region Nowy Sącz zitierten Urkunde aus dem Jahr 1209 in Frage stellt, die fälschlicherweise für die erste urkundliche Erwähnung von Muszyna gehalten wird.

Jahrgang 1997

Wir berichten über Probleme der heutigen Kurgemeinde Muszyna, statten dem slowakischen Levoca einen Besuch ab, laden unsere Leser in die Dichterecke ein, wo ihnen gute Prosa und Poesie über Muszyna angeboten werden. Es sei hinzugefügt, dass über Levoca, eine Perle der Region Spiš, der slowakische Autor Jan Skupin für den “Almanach“ berichtet hat. Ein Sonderbeitrag ist der Geschichte der Bibliothek in Muszyna gewidmet. Diese um die Entwicklung des Kulturlebens in unserer Stadt verdienstvolle Einrichtung feierte 1997 ihr 59jähriges Bestehen, obwohl ihre Anfänge noch tiefer in die Vergangenheit von Muszyna zurückreichen. Łucja Bukowska, Autorin dieses Beitrags, leitet die Bibliothek seit vielen Jahren.

Einige interessante Beiträge sind der bewegten Stadtgeschichte gewidmet. Daraus erfahren wir von Bischof Trzebicki, dem ersten, aus einer schriftlichen Überlieferung bekannten Pfarrer von Muszyna und Stifter der Pfarrkirche, sowie von dem hl. Świerad, der einst Muszyna besucht haben soll und dessen Figur in einer Außennische der Pfarrkirche steht.

Wir empfehlen auch einen Beitrag über Ortsnamen und Bezeichnungen. Ähnlich wie andere kleine Gemeinschaften haben auch wir eine Vielzahl sowohl typisch regionaler als auch einmaliger Bezeichnungen. Diesmal berichten wir vor allem über Ortsnamen.

Neben Muszyna ist im Kurkomplex auch Żegiestów genauso wichtig, über dessen Probleme kurz berichtet wird. Von Żegiestów ist es nicht weit nach Wierchomla, an die mit Muszyna-Akzent warm erinnert wird. In diesem Heft wird die im Vorjahr begonnene Geschichte über die Familie Krynicki fortgesetzt. Diesmals bringen wir Aussagen eines Historikers und eines Familienangehörigen, der sich für ihre bewegte Geschichte interessiert.

Jahrgang 1998

Der “Almanach” 1998 ist größtenteils dem Werk des Dichters Adam Ziemianin, der aus Muszyna stammt und oft über Muszyna schreibt, gewidmet. Wir können sowohl mehrere ausgezeichnete Gedichte dieses Dichters und eine humorvolle Erzählung über Muszyna als auch einen Beitrag über das Werk des Dichters und seinen Bezug zu Muszyna lesen.

Traditionsgemäß erforschen wir auch die Geschichte unserer Stadt. Wir zeigen, wie durch Jahrhunderte Muszyna von Überschwemmungen und Bränden nicht verschont wurde, wie die Häuser aussahen, die es heute nicht mehr gibt. Wir lesen Inschriften in der Pfarrkiche, studieren die Geschichte der Familie Krynicki, besuchen den Kriegsveteranenklub und die in der Vorkriegszeit erbaute jüdische Pension “Bristol”.

In diesem Heft erinnern wir jedoch vor allem an viele um unsere Stadt und Umgebung verdienstvolle Menschen. Über das Werk von Franek Kmietowicz schreibt sein Neffe Witt Kmietowicz. Wir präsentieren auch den Arzt und langjährigen Bürgermeister von Krynica, Dr. Franciszek Kmietowicz sen. Eine weitere Erinnerung gilt dem Künstler Karol Rojna, Gründer des Museums in Muszyna. Im Zyklus Ze starego albumu “Aus dem alten Fotoalbum“ präsentieren wir Wawrzyniec Wójcik, Ratsmitglied in der Zwischenkriegszeit. Dem langjährigen Pfarrer der Pfarrei Muszyna, Prälat Kazimierz Zatorski, der 1998 seinen 90. Geburtstag begeht, wird von Priester Grzegorz Gołyźniak aus Muszyna ein Beitrag gewidmet.

Viele faszinierende Menschen haben Muszyna in ihrem Lebenslauf. Eine dieser Personen ist der General der US-Armee Leo J. Dulacki, Enkel des verdienstvollen Bürgermeisters von Muszyna Antoni Jurczak. Weitere Texte versetzen ihre Leser in das Erinnerungsland, in die in Grün versteckte “Szwarcówka” und in das Lindenschutzgebiet zurück.

Gehen wir Richtung Leluchów, entlang an dem oft austretenden Fluss Poprad, so erreichen wir die Überreste des alten, stillgelegten Steinbruchs Wapienne, und durch Nachforschungen in alten Urkunden gelangen wir etwas weiter, in das uralte Dubne. Wir laden unsere Leser auch zu einem längeren Ausflug auf den Jaworzyna-Berg ein.

Um die alten lokalen Ortsnamen und Sprüche vor der Vergessenheit zu bewahren, schreiben wir weiter über topographische Namen und starten eine Beitragsreihe über typische Redewendungen und Bezeichnungen.

Jahrgang 1999

Zbigniew Wolanin führt die Leser in die faszinierende, bunte Welt der Bilder von Nikifor, der sich selbst als “Matejko aus Krynica“ zu bezeichnen pflegte. Der echte Matejko taucht im Almanach in einem Beitrag über den Aufenthalt des Malers in Krynica und die Entstehungsgeschichte einer Skizze, auf der die Alte Gemeinde in Muszyna abgebildet ist, auf. Wir bleiben noch im Kulturbereich und berichten über den in Muszyna gebürtigen Bildhauer Józef Sikorski.

Zum ersten Mal bringen wir ohne polnische Übersetzung einen Beitrag von Ivan Chalupecky, slowakischen Historiker und langjährigen Leiter des Archivs in Levoca. Der slowakische Beitrag eröffnet einen weiteren “Almanach“-Abschnitt über die Kirche und ihre Probleme. Weitere Berichte handeln von Menschen, die sich, wenn auch mittelbar, unserem bischöflichen Städtchen verbunden fühlen, von Kirchen in Muszyna und deren reichen Symbolik, sowie von Gräbern von aus Muszyna stammenden Polen. Durch die Region Muszyna wanderte seinerzeit Kardinal Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II., der während seiner Pilgerfahrt in seine Heimat Kinga, die Königin der Region Nowy Sącz, heiliggesprochen hat.

Wir fordern unsere Leser auf, sich für einen Augenblick der Schicksale der Juden aus Muszyna zu besinnen, die von den Nazis aus der Poprad-Stadt, ihrer “kleinen Heimat“, vertrieben wurden. In der zu einem alten jüdischen Friedhof führenden Ogrodowa-Straße gehen wir an stilvollen Pensionen aus der Vorkriegszeit vorbei und werden dann vom Kustos Barbara Rucka durch das Museum in Muszyna geführt. Müde vom Wandern Richtung Pisana-Alm können wir mit dem Zug nach Krynica wie einst Nikifor fahren, der dann Bahngleise und Bahnhöfe in seinen Zeichnungen verewigte.

In Krynica, der Perle der polnischen Kurorte, empfehlen wir einen Spaziergang entlang der Pułaski-Straße, die eine lange Strecke am Fuße des Berges mit der Pension “Patria“ von Jan Kiepura führt, wo an der Ausfallstraße nach Tylicz der Pułaski-Hügel zu sehen ist. In Anerkennung des großen Beitrags des damaligen Bürgermeistes von Krynica, Dr. Franciszek Kmietowicz, und anderer aufopferungsvoller Stadtbewohner zum Bau des Hügels und Denkmals für Kazimierz Pułaski, was für sie mit einem hohen Zeit- und Geldaufwand verbunden war, wurde dieses Thema von uns aufgegriffen.

Vor zwei Jahren begann unser Almanach-Abenteuer mit der Sprache von Muszyna. Im Jahrbuch 1999 ergänzen wir das im Bau befindliche Glossar um weitere einzigartige Wörter und Wendungen und bieten ein geordnetes Wissen über die hier herrschenden Sprachregeln.

In warmen Erzählungen über das schöne Muszyna, über Freunde und Verwandte gewähren uns Almanach-Autoren Einsicht in ihre Erinnerungen und Familienalben. Wir begegnen hier neben Bischof Piotr Gembicki, Eigentümer des Staates Muszyna im 17. Jh., auch Jan Piróg, Bürgermeister von Muszyna Ende des 19., Anfang des 20. Jh., dem Förster Michał Witowski, Jan Pawłowski, dem Abgeordneten zum Sejm der Zweiten Republik Polen, Maria Heilman, Lehrerin aus Folwark, und Opa Wawrzek Bukowski.

Erstmals veröffentlichen wir die Liste von Personen, deren Spenden dem Stipendienfonds des Muszyna Almanachs zugeflossen sind. 1999 wurde das erste, von Freunden unserer Zeitschrift gestiftete Stipendium an talentierte Jugendliche aus Muszyna vergeben.

Jahrgang 2000

Ähnlich wie viele andere Grenzortschaften lebte Muszyna am Berührungspunkt von Staaten, Völkern und Kulturen. Wir wollen zeigen, wie die Wirtschaft und Kultur der Region von verschiedenen Menschen, Völkern und Religionen geprägt werden. Ein gutes Beispiel ist die schöne Erinnerung an Mirjam Gottlob, die aus der Feder ihres in den USA geborenen Sohnes Jules stammt.

Wie in jedem Heft wollen wir unseren Lesern die Geschichte unserer Stadt näher bringen und zusammen mit ihnen einen Ausflug durch umliegende Wälder, entlang an Flüssen und Bächern und vorbei an Wegkapellen machen. Wir entdecken wertvolle Denkmäler unbelebter Natur und machen Station unterwegs zum Malnik-Berg, von wo aus sich ein herrlicher Ausblick auf das Städtchen: den Marktplatz, den Basta-Hügel und die Ogrodowa-Straße bietet, auf dem jüdischen Friedhof in Muszyna.

Angefangen von Abenteuern der Karpaten-Räuber, die auch diese Regionen durchwanderten, über die Geschichte des letzten Starosten von Muszyna und der Bahnstrecke Tarnów-Leluchów-Orlov gelangen wir in die Zwischenkriegsjahre und die Zeit der Nazibesatzung sowie die Gegenwart. Wir wollen unsere Leser u.a. für die Geschichte des Gerichtes in Muszyna interessieren und mit ihnen die Evolution dieser für Muszyna wichtigen Institution zurückverfolgen.

Wir machen auch einen Abstecher nach Krynica vor einhundert Jahren und heute, nach Andrzejówka, Dubne, Wierchomla, Żegiestów und zu unseren slowakischen Nachbarn. Interessant finden wir die Geschichte der dort lebenden Roma; außerdem besuchen wir die nahe der polnischen Grenze liegende Stadt Plavec, über die wir in polnischer und slowakischer Sprache berichten.

Vor Jahren reisten durch das malerische Poprad-Tal romantische Wanderer, die seine Schönheit bewunderten und ihre Gefühle in der Dichtung und bildenden Kunst festhielten. Wir können es auch heute bewundern, obwohl es nicht mehr so aussieht wie einst. Am Fuße des Jaworzyna-Berges leben keine Birkhähne mehr, einige Landschaftselemente wurden zerstört, und die Luft ist hier nicht mehr so sauber. Aber die Wälder in den ehemaligen Gütern von Graf Stadnicki leben weiter, und der Poprad-Landschaftspark bereichert sich um neue Naturdenkmäler, gepflegte Quellen und Mofetten.

Wir dürfen die wichtigsten Baudenkmäler in Muszyna nicht vergessen. So begeben wir uns zu den Burgruinen und der Kirche St. Joseph, die in der letzten Zeit liebevoll restauriert wurde. Hier erwartet uns eine Überraschung: Während der Restaurierungsmaßnahmen wurden die verloren gegangenen Bildnisse von zwei Bischöfen: Andrzej Trzebicki und Andrzej Załuski, über die wir vor zwei Jahren im “Almanach“ berichtet haben, ausfindig gemacht.

Heldengestalten der “Almanach“-Erinnerungen sind in diesem Jahr Jerzy Udziela, Jerzy Harasymowicz, Adam Graf Stadnicki, Aktivist und Umweltschützer, Stanisław Porth, Schmied und Bürgermeister von Muszyna, sowie Kazimierz Miczulski, Polizist, der in Ostaszków ermordet wurde. Die Bewohner von Muszyna mussten viel durchmachen! Angefangen von den von Henryk Sienkiewicz festgehaltenen Abenteuern des letzten Starosten von Muszyna über die Kriegstragödien der genannten Personen bis hin zum Wanderleben des Soldaten Wiktor Borzemski.

Wir präsentieren Aktivitäten für die jüngste Generation am Beispiel der zwanzigjährigen Außerschulischen Arbeitsgemeinschaft und berichten über die Vergabe weiterer Stipendien des “Muszyna Almanachs“.

Jahrgang 2001

Traditionsgemäß widmen wir breiten Raum der Geschichte des “Staates Muszyna“ und Menschen, die direkt oder durch ihre berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit seine Geschichte beeinflussen konnten. Zunächst präsentieren wir ein Porträt von Prof. Józef Dietl, der als Vater der polnischen Balneologie gilt und dem polnische Kurorte viel zu verdanken haben. An ihn erinnert sein Urenkel väterlicherseits, Prof. Jerzy Dietl. Wir bringen unseren Lesern auch interessente Persönlichkeiten näher: den Historiker, Schriftsteller und Zeichner Szczęsny Morawski, den Maler Wojciech Gerson und den Schauspieler Jerzy Roland, der auf dem Friedhof in Muszyna beerdigt ist.

Historische Beiträge versetzen unsere Leser in verschiedene Epochen zurück: von der fernen Vergangenheit, als Truppen aus Muszyna, die an der Seite der Krakauer Bischöfe kämpften, siegreich waren (oder geschlagen wurden), über die glänzende Entstehungsgeschichte des Kurortes Muszyna bis zu den grausamen Jahren des Zweiten Weltkrieges. Es fehlt auch nicht an Beiträgen zu jüdischen Themen aus der Feder von Rafał Żebrowski und Leszek Hońda. Unser Städtchen erlebte gute und schlechte Zeiten, doch lebten alle Bevölkerungsgruppen und Glaubensgemeinschaften jahrzehntelang friedlich zusammen.

Wir empfehlen unseren Lesern einen Spaziergang entlang der Kościelna-Straße, die mehrmals in ihrer Geschichte durch Brände in Mitleidenschaft gezogen wurde, Richtung der Pfarrkirche St. Joseph, um die liebevoll restaurierte Skulptur der Muttergottes zu bewundern, die im Jahre 2000 mit den Figuren der hl. Hedwig von Schweden und der hl. Ottilia aus dem Waweldom auf einer Jubiläumsausstellung in Krakau gezeigt wurde.

Es ist nur ein Katzensprung von der Kirche bis zu dem Friedhof mit rauschenden Linden, wo die sterblichen Überreste vieler für das Städtchen verdienstvollen Menschen ruhen. Hier können wir uns am Grab der im Jahre 2000 verstorbenen Grauen Schwester Rajmunda verbeugen, die aufopferungsvoll war und stets ihre hilfreiche Hand bot.

Auf einem Rundgang durch Muszyna begegnen wir vielerorts alten und neuen Wegkreuzen, über die Witt Kmietowicz berichtet. Wir machen einen Nostalgiespaziergang nach Zapopradzie, wo einst ein Orchesterpavillon stand. Vor Jahren erholten sich hier an warmen Sommertagen am Poprad-Strand sowohl die Stadtbewohner als auch Urlauber und Kurgäste, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Religion. Ein Echo dieser Erinnerungen finden wir in der Geschichte von Miriam Akavia über ihre letzten Sommerferien vor dem Krieg, die sie in Muszyna verbrachte. Finden wir uns im Mai in Zapopradzie ein, so können wir in der Abendstille Trompetenkläge hören; vom Burghügel erklingen dann Marienlieder, eine echte “Muszyna-Serenade“…

Auf einer Wanderung entlang der Poprad gehen wir an malerischen alten Villen, u.a. an der Villa “Nasz Domek”, Eigentum der Familie Peszkowski, vorbei. Noch ein Sprung und wir sind im slowakischen Legnava, wo an der Stelle eines alten Klosters Legende und Geschichte miteinander verschmelzen. Beinahe gegenüber, am anderen Poprad-Ufer erstreckt sich das polnische Dorf Milik, etwas weiter liegen Andrzejówka und der Kurort Żegiestów, dessen Glanzzeit vor dem Kriege auf alten Ansichtskarten präsentiert wird. Dann gehen wir den Fluss Poprad bergauf, zur Grenzstadt Leluchów, die für ihre blühenden Kirschbäume bekannt ist. Von hier aus ist es nicht weit zum Städtchen Stará Ľubovňa, von dem wir in slowakischer Sprache erzählen. Bei der Erforschung des geologischen Aufbaus der Region Muszyna halten wir kurz an seinen interessanten Steingebilden, Felsen und Höhlen an.

Im Schlussteil des Jahrbuches findet sich ein Bericht über das vorjährige Meeting der Freunde des Muszyna Almanachs, die Podiumsdiskussion zum Thema “Muszyna am Berührungspunkt von Kulturen“ und die Vergabe weiterer Stipendien an Schüler der allgemeinbildenden Oberschule in Muszyna.

Jahrgang 2002

Diesmals schreiben wir wieder über die Geschichte unserer Region und gehen dabei viel tiefer zurück als sonst. Jarosław Stolarski zeigt uns, welche Spuren die hier vor dreißig Millionen Jahren lebenden Lebewesen in der Region Muszyna hinterlassen hatten!

Wir befassen uns auch mit der uns näheren Geschichte, angefangen vom 15. Jh. bis in das erst beginnende 21. Jh. Wir schildern die Geschichte von Bischof Jan Muskata und präsentieren auch ein Porträt eines der weiteren Eigentümer des Staates Muszyna, des Krakauer Bischofs Jakub Zadzik.Wir zeigen einen Abriss der Entstehungsgeschichte der griechisch-katholischen Kirche und ihrer Geschichte im Rahmen der Starostei Muszyna und auch bei unseren slowakischen Nachbarn. Die Zwischenkriegszeit taucht in Erinnerungsbruchstücken an das Kraftwerk und die Sägemühle in Muszyna sowie in der Geschichte über die jüdische Organisation B'nei B'rith auf. Breiten Raum wird Krynica auch in einem Beitrag über alte Ansichtskarten, auf denen diese Stadt festgehalten ist, gewidmet.

Wir erinnern an die Flugzeugkatastrophe, die sich im Mai 1930 in Krynica ereignet hatte. Einige Beiträge berichten über die Zeit des Zweiten Weltkrieges und die Nazibesatzung: die ersten Tage des Verteidigungskrieges im September 1939, über Überschreitungsversuche der “grünen Grenze“ in Krynica, über die im Deutschen Gefängnis in Muszyna verbrachten Tage, wo unter anderem der Theaterregisseur Józef Szajna gefangen gehalten wurde. Interessant ist die Geschichte über das Wanderleben während des Krieges der Familie Kmietowicz und den Kampf von Antoni bei Monte Cassino. Seine Sommerferien verbrachte 1938-1939 in Muszyna der Richter Adam Bień, einer der 16 im Moskauer Gerichtsprozess abgeurteilten Kommandanten des Polnischen Untergrundstaates.

Zur Abwechslung führen wir unsere Leser in die Welt der Dichtung, präsentieren die Sammlungen der Bibliothek in Nowy Sącz, schildern die Geschichte des bekannten Malers Bolesław Barbacki sowie das Leben und den Kampf um die Frauenrechte der slowakischen Schriftstellerin Terezia Vansova, geb. Medwecka (Text in slowakischer Sprache).

Im Jahre 2001 sind in Muszyna und Stará Ľubovňa Visegrád-Jugendklubs entstanden; junge Menschen, die diese Idee umgesetzt haben, erzählen über ihre Aktivititäen und nächsten Sommerpläne. Diesmals werden an Tagungen des Klubs auch Jugendliche aus Ungarn und Tschechien teilnehmen. Wir erinnern auch mit Stolz an die sich entwickelnde Idee des Stipendienfonds.

Im Laufe des letzten Jahres fanden in der Bibliothek in Muszyna und im Heimatmuseum einige interessante Events statt, die wir kurz erwähnen: Vernisagen, ein Konzert und ein Lesertreffen mit der israelischen Schriftstellerin Miriam Akavia.

Jahrgang 2003

Wir fangen von dem Besuch in Kolackov in der Region Spiš, einer kleinen Ortschaft bei Stará Ľubovňa an, wo bis heute Spuren ehemaliger polnischer Siedlungen zu finden sind. Wir bleiben in dieser Region, um die Geschichte von Podolinec zu erzählen und die Spiš-Volkstracht zu beschreiben (Beitrag in slowakischer Sprache). Anschließend kehren wir wieder nach Polen zurück und lassen uns in die Zeiten von Bischof Jan Małachowski zurück versetzen, dann berichten wir über die Frömmigkeit der Bewohner von Muszyna und alte Bräuche unserer Vorfahren, die heute weiter gepflegt werden.

Wir veröffentlichen alte Texte, in denen Forscher und Schriftsteller aus dem 19. Jh. mit einer leichten Feder ein Bild über das damalige Lemken-Land und seine Einwohner vermitteln. Wir bringen auch eine Skizze über griechisch-katholische Pfarreien im Dekanat Muszyna, nehmen Einsicht in Gemeindeprotokolle über das Dorf Andrzejówka in den 30er Jahren und wandern nach Leluchów und in das umliegende Gebirge.

Auf einem Spaziergang zum jüdischen Friedhof in Muszyna besinnen wir uns der Holocaust-Opfer, insbesondere jener, die während des Krieges in Muszyna lebten und in das Naziarbeitslager in dem hiesigen Sägewerk verschleppt wurden.

Eine Kultur ohne Sprache ist kaum denkbar. Wir haben inzwischen im “Almanach“ mal einzigartige, mal lustige Sprüche in der Muszyna-Mundart angeführt. Diesmal präsentieren wir einen umfassanden Teil des Glossars, das vor zig Jahren von Eugeniusz Pawłowski vorbereitet wurde.

Wir machen einen Abstecher nach Nowy Sącz, die Hauptstadt unserer Region, um die bewegte Geschichte der Burg Nowy Sącz kennen zu lernen und die J.-Szujski-Bibliotkek zu besichtigen. Anschließend begeben wir uns durch das Poprad-Tal, auf den Spuren ehemaliger Wanderer, nach Rytro, um in den Ruinen der dortigen Wacht nach Schätzen zu suchen. Wir reisen auch nach Krynica, entlang der Route alter Eilpostwagen, die Kurgäste beförderten, oder der Bahnstrecke über Muszyna, wobei wir unterwegs den Bahnhof in Muszyna besuchen.

Wir erinnern an die Vor- und Nachkriegszeit und besuchen bei dieser Gelegenheit einige interessante Orte, u.a. ein Pfadfinderlager und das Kraftwerk in Muszyna. Wir führen im 19. Jh. abgefasste Presseberichte aus Krynica und Muszyna und Auszüge aus alten Reiseführern an, die für die Vorteile dieser Ortschaften werben.

Wenn von alten Urkunden die Rede ist, möchten wir unsere Leser auf die Anzahl von Informationen, die ein Papierstreifen, ein Postrezepiss vermitteln kann, aufmerksam machen. Bei genauem Hinsehen können wir einen Abschnitt der Geschichte, darunter auch der Geschichte von Muszyna zurückrufen.

Es mangelt auch nicht an Literatur – Erzählungen und Gedichten von Adam Ziemianin sowie anderer, darunter auch sehr junger Schriftsteller und Dichter, deren Abenteuer mit der Literatur erst beginnt.

Die Gegenwart bringt sowohl Erfolge als auch Katastrophen. Muszyna erlebte im Juli 2002 eine große Hochwasserkatastrophe. Zu den Erfolgen gehören vor allem die Fertigstellung der Grenzbrücke über das Flüsschen Smereczek und die Eröffnung von zwei Trinkhallen jenseits der Poprad mit den Mineralquellen “Antoni“ und “Wanda“ und in den ehemaligen Ing.- Krówczyński-Mineralbädern in der Piłsudskiego-Straße mit der Mineralquelle “Milusia”. Ein großer Erfolg waren auch die Gründung in Muszyna einer Niederlassung der Gesellschaft der Freunde der Schönen Kunste und die ausgezeichnete Warschauer Ausstellung von Werken ihrer Mitglieder u.d.T. “Nosi mnie” (Meine Sehnsucht). Wir erinnern an diese Ereignisse und informieren auch über Leistungen der Visegrád-Jugendklubs in Stará Ľubovňa, Muszyna, im ungarischen Nyíregyháza und im tschechischen Vsetín.

Jahrgang 2004

Ab l. Mai 2004 sind wir vollberechtigte Europäer! Studieren wir die Geschichte unseres inmitten von Bergen eingebetteten Städtchens, das jedoch ein paar ruhmvolle Blätter in der Geschichte Polens geschrieben hatte, so können wir mühelos feststellen, dass wir nie von Europa getrennt waren… Wir begrüßten es aber feierlich und trafen am Tag des EU-Beitritts Polens auf der Visegrád-Brücke mit unseren Freunden aus der Slowakei zusammen. Haupthelden dieser Feierlichkeiten waren junge Mitglieder der Visegrád-Klubs aus Muszyna und Stará Ľubovňa, dank denen der Grenzbrücke Leluchów-Čirč der Name Visegrád-Brücke verliehen wurde.

Zunächst erstatten wir Krynica einen Besuch ab, um in dem Beitrag von Jacek Purchla den 150. Geburtstag des Krakauer Architekten Jan Zawiejski zu feiern, dem die Stadt viele bekannte Bauwerke, vor allem das Alte Kurhaus und die Pfarrkirche in Zdrój zu verdanken hat. Anschließend lernen wir die Sammlungen der Pfarrbibliothek in Muszyna kennen und nehmen auch Einsicht in alte Dokumente, die auf Auktionen oder in Museumssammlungen ausfindig gemacht wurden. Dann kehren wir nach Krynica zurück, um etwas Kultur einzuatmen: Wir hören uns die Geschichte über Jan Kiepura und die Anfänge der Kiepura-Festspiele an und werfen einen Blick in die Galerie “Pod Kasztanem”. Um neue Erkenntnisse ergänzen wir auch die Lebensgeschichte des Piloten, der 1939 im Kurort Krynica mit seinem Flugzeug abgestürzt war, worüber wir im Jahre 2002 berichteten.

Breiten Raum widmen wir unseren Nachbarn aus der Slowakei, indem wir über die für beide Nationen schwierigen ersten Tage des Zweiten Weltkrieges berichten und unseren Lesern auch die Anfänge der Familie Kołaczkowski im 16. Jh. aus Kolackov in der Region Spiš und die Ortschaft Chmielnica (Hobgart) unweit von Stará Ľubovňa, die vor mehreren Jahrhunderten von deutschen Ansiedlern besiedelt wurde, näher bringen (Beitrag in slowakischer Sprache).

Über Muszyna ragen die Ruinen der Starostenburg empor. Wie viele Geheimnisse bergen sie – trotz zahlreicher archäologischer Grabungen und wissenschaftlicher Forschungsarbeiten – noch in sich? Nachdem wir den Burghügel erstiegen haben, machen wir uns Gedanken darüber, wie das Stadtwappen von Muszyna heute aussehen sollte, um allen Heraldik-Anforderungen zu genügen.

Auch von der Nachkriegszeit erzählen gebürtige Bewohner von Muszyna; dieser Zeitraum findet sich in einem Beitrag über Probleme, die die Jüdische Gemeinde in Krynica mit dem Rechtsstatus des ritualen Beschneiders hatte. In weiteren Beiträgen besuchen wir Nowy Sącz mit seinem Weißen Kloster, Żegiestów, Andrzejówka in den 30er Jahren, Złockie sowie Izby, wo wir immer noch Erinnerungugsstücke an die Konföderaten von Bar finden können.

Abschließend kehren wir nach Muszyna zurück, besuchen Zapopradzie mit seinen ehemaligen Mineralbädern und sehen alte Memoiren und Fotoalben der Nachkommen der Familie Medwecki durch. Die alte Pfarre in Muszyna wird noch einmal Augenzeuge des Besuchs des damaligen Krakauer Erzbishofs Karol Wojtyła, der vor über 30 Jahren unsere Region besuchte.

Wir präsentieren die Ergebnisse eines Fotowettbewerbs “Architektonisches Detail in Tylicz und Umgebung“, der von der Fotografengesellschaft Krynica und der Redaktion des “Muszyna Almanachs“ ausgeschrieben wurde.

Jahrgang 2005

Der Tod von Johannes Paul II. hat uns alle tief getroffen. Das Andenken an große und einfache Menschen, die zugleich Menschen großen Herzens waren, erklärt den Wert des Lebens und den Sinn der Vergänglichkeit. So versuchen wir nach wie vor, die Vergangenheit unserer “kleinen Heimat“ vor der Vergessenheit zu bewahren. Durch die Geschichte des Bürgertums in Muszyna, und insbesondere der Familie Bujarski zeigen wir, dass es lohnenswert ist, in alten Urkunden zu stöbern und etwa Bruchstücke der Familiengeschichte zu rekonstruieren. Wir erzählen von auf dem Burghügel gemachten Funden und geheimnisvollen Mauerüberresten, die am Flüsschen Muszynka freigelegt wurden. Wir studieren die Geschichte der Familie Lubomirski, die eng mit der Region Nowy Sącz und Spiš verbunden war, kehren zu den Arbeiten eines Kunstmalers aus Bardiov, der seine Werke in griechisch-katholischen Kirchen in der Region Muszyna: in Andrzejówka und in Leluchów hinterlassen hat, zurück. Bei Gelegenheit nehmen wir in Andrzejówka Einsicht in Ratsprotokolle von 1935. Unser Augenmerk gilt auch alten Urkunden, die in dem Beitrag über die Brauindustrie im “Staat Muszyna“ Anfang des 18. Jh. und in dem Beitrag über Teki von Antoni Schneider besprochen werden. Wir versuchen, das Lager der Konföderaten von Bar in Izby zu rekonstruieren, und stöbern dann noch in den Urkunden der Familie Kołaczkowski und des ihnen nahe stehenden Jakub Łomnicki.

Auf den “Almanach“-Seiten tauchen die Schwarze Goralen aus Piwniczna und unsere slowakischen Nachbarn mit einer Einladung in die slowakischen Orte Cigel´ka i Bušov auf. Wir präsentieren kurz eine Zeittafel der Ereignisse, die im Kreis Stará Ľubovňa während des slowakischen Aufstands gegen die Faschisten 1944-1945 stattfanden.

Die Architektur ist das Leitmotiv von Beiträgen über den Wettbewerb für den Bauplan einer Pension in Krynica 1926, über den slowakischen Architekten Dušan Jurkovič und die Bauvorschriften in Krynica aus der Zwischenkriegszeit. Wir besuchen Krynica auch anläßlich der Erinnerung an den Kapellmeister des Kurorchesters Adam Wroński.

Das Thema unserer jüdischen Mitbürger taucht auf dem alten Foto eines armen Knoblauch- und Zwiebelverkäufers, das im Zyklus Ze starego albumu (Aus dem alten Fotoalbum) präsentiert wird, und in einem Gedicht von Adam Ziemianin auf. Wir erinnern an Personen, von denen die einen ihr Leben lang, die anderen wiederum nur kurzfristig mit unserer Stadt verbunden waren: Prof. Leon Marchlewski, Jan Matejko, Józef Łepkowski, Zdzisław Krawczyński, Prof. Adam Mściwujewski, Zygmunt Syguliński und Vertreter der Familie Medwecki.

Im weiteren Teil des Almanachs gehen wir auf Jagd mit einem alten Förster, erzählen vom Jubileum der Schule in Złockie, und junge Mitglieder der Visegrád-Klubs berichten unseren Lesern über ihre Leistungen und Initiativen.

Selbstregend gibt as auch Poesie. Neben Gedichten von Adam Ziemianin werden auch Werke anderer Dichter, die mit Muszyna und Umgebung innerlich verbunden waren, gedruckt.

Wir hielten unser im “Muszyna Almanach” 2004 gegebenes Versprechen und überreichten den Klarissinnen in Stary Sącz das im Vorjahr in unserer Zeitschrift gedruckte Dokument, worüber wir in einem kurzen Fotobericht informieren.

Jahrgang 2006

Diesmal fangen wir von der Amateurkunst an, die zwar nicht professionell, aber ausgezeichnet ist, weil sie tief vom Herzen kommt. Helden der Erwägungen von Zbigniew Wolanin sind die Brüder Jan und Stanisław Niewola, Bildhauer und Kunstmaler aus Muszyna, und ebenfalls – indirekt – Nikifor, in dem Beitrag von Bogdan Karski zu Nachahmungsversuchen seiner einzigartiger Bilder.

Wir blicken in die Vergangenheit des “Staates Muszyna” und Umgebung, verfolgen die Geschichte des Namens Krępak zurück und befassen uns mit dem vom Kriminalgericht Muszyna eingeführten strengen Gesetz und der Geschichte eines Fluchs. Wir bringen die Entstehungsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Krynica und die Geschichte über die Eröffnung des Krankenhauses in Krynica vor 50 Jahren.

Kriege wälzten sich mal näher, mal ferner von Muszyna, doch prägten sie immer irgendwie die Schicksale seiner Bewohner. Kämpfe während des Ersten Weltrieges in den Karparten hinterliessen ihre Spuren auch auf dem Friedhof in Muszyna, und die Jahre des Zweiten Weltkrieges bleiben bis heute vielen älteren Stadtbewohnern in trauriger Erinnerung.

Erneut präsentiert werden im “Almanach“ solche Persönlichkeiten wie Maciej Bogusz Stęczyński, namhafter polnischer Heimatforscher und Globetrotter, oder Jakub Łomnicki, bekannt aus seinen Beiträgen über Kolackov in der Region Spiš. Einige Namen tauchen zum ersten Mal auf, zum Beispiel Prof. Napoleon Cybulski, der Ende des 19. Jh. die Ernährung der Bevölkerung in Kleinpolen, darunter auch der Bevölkerung im Raum Muszyna erforschte.

Am Fuße der Figur der Muttergottes, die über dem Städtchen auf dem Burghügel emporragt, erinnern wir daran, wie diese Figur in die Ruinen der Burg in Muszyna gelangt war. Wir erzählen von dem ersten, nicht realisierten Entwurf des Pułaski-Denkmals in Krynica, dann begeben wir uns auf die Suche nach gegenwärtigen Beispielen für die architektonische Keramik in verschiedenen Bauwerken in Krynica.

Im Leben einer Kleinstadt – auch im geselligen und Kulturleben – waren einst Ärzte, Lehrer und Richter tonangebend. Und Apotheker. In diesem Jahr starten wir eine Beitragsreihe über galizische Apotheken in nicht weit von Muszyna erntfernten Ortschaften. Als erste kommt die Apotheke in Żegiestów, wo wir uns etwas länger aufhalten, um einen Blick in die glanzvolle Geschichte dieses Kurortes an der Poprad zu werfen. Wir wandern weiter am Fluss Poprad entlang und nehmen Einsicht in Protokolle des Rates von Andrzejówka vom Ende der 30er Jahre des 20. Jh., anschließend überschreiten wir die Grenze und besuchen slowakische Städte, die aus verschiedenen Gründen Muszyna nahe stehen. In Stará Ľubovňa und Podolinec suchen wir nach Spuren der Starosten Lubomirski, und in Bardiov erforschen wir die Geschichte der dortigen jüdischen Bevölkerung. Wir machen auch einen Abstecher nach Gaboltov mit einer Marienkultstätte für die slawischen Roma.

Wir empfehlen unseren Lesern den Karpaten-Almanach “Płaj” und Band 2 des “Rocznik Sądecki”, dessen Ausgabe 1949 von der Zensur beinahe vernichtet wurde, wir konnten es aber auf eigene Initiative hin und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Nowy Sącz im Vorjahr als Reprint herausgeben.

Wir laden sie zu einem Spaziergang unter den “singenden“ Mofetten am Złocki-Bach und zu einer Exkursion mit einem befreundeten Förster ein. Zusammen mit Adam Schwarz-Czarnowski erinnern wir an das 100jährige Bestehen der Polnischen Gesellschaft für Landeskunde, ein “Ministerium des Polentums“.

Viel Freude bereiteten uns an den Maitagen die Volleyballspielerinnnen aus Muszyna, die sich nach ihrer schweren ganzjährigen Arbeit den Landesmeistertitel holten. Ihren Weg zum Erfolg schildert Andrzej Koszucki.

Jahrgang 2007

Das Jahrbuch eröffnet ein Beitrag aus der Reihe zur Geschichte von Apoheken in der Poprad-Region; diesmal erzählt Maciej Bilek die Geschichte der Apothek “Pod Aniolem“ in Muszyna. Wir versuchen erneut, das Geheimnis der Anfänge der Pfarrei in Muszyna zu lüften, und studieren das Gesetz von Bischof Franciszek Krasiński für die Starostei Muszyna und eine alte geologische Karte Galiziens. Anschließend lassen wir uns auf Pfade bei Wysowa, um Spuren nach einem Lager der Konföderaten von Bar zu entdecken, und dann nach Krynica versetzen, um die Baugeschichte der Seilbahn am Parkowa-Berg 1937 zurück zu verfolgen. Wir suchen nach wie vor nach einem Bezug des Ortsnamens Krępak zu unserem Teil der Beskiden und nach dessen Spuren jenseits der polnisch-slowakischen Grenze.

In der Slowakei besichtigen wir zwei Museen: das herrliche Patrizierhaus in Stará Ľubovňa und das Pfarrmuseum im grenznahen Čirč. Von hier aus begeben wir uns noch weiter, in die ungarische Stadt Szekesfehervar, auf der Suche nach der Beerdigungsstätte von Ścibor von Ściborzyce, eines der Ritter im Gefolge von Sigismund von Luxemburg.

In den “Almanach“-Erinnerungen tauchen Personen auf, die in die Geschichte der Region eingegangen sind: Maciej Bogusz Stęczyński, Leon Nowotarski, Edward Steczowicz, Aleksander Rojna, Leon Czmiel, Łucjan Machniewski. Die einen brauchen wir nicht vorzustellen, wiederum andere, wenig bekannte, verdienen es, in Erinnerung gerufen zu werden. Ihre sportlichen Erfolge schildert die hervorragende polnische Schlittenfahrerin Maria Semczyszak-Haszczakowa. Unsere Leser können auch einen rührenden Brief aus Israel lesen.

Wir präsentieren die Geschichte der Gesellschaft der Freunde der Schönen Künste in Nowy Sącz, berichten von einer Fotoausstellung über Krynica und von den Ergebnissen des Fotowettbwerbs “Architektonisches Detail in Żegiestów“, der gemeinsam mit der Fotografengesellschaft Krynica durchgeführt wurde. Wir laden unsere Leser zu einem Spaziergang durch Muszyna, um die architektonische Keramik in seinen Kurhäusern zu bewundern, und anschließend zu einem kurzen Besuch in Żegiestów, Folwark und Szczawnik ein. Wir besuchen auch Andrzejówka, um wieder in alten Urkunden aus den 30er Jahren zu stöbern. Wir studieren den vor 100 Jahren erstellten Haushalt von Krynica.

Sind wir im Gebirge, so dürfen wir den Freiwilligen Bergrettungsdienst (GOPR) nicht vergessen, der für unsere Sicherheit im Gebirge sorgt. Wir erzählen also über das Jubiläum der GOPR-Filiale in Krynica.

Anschließend kehren wir in das alte Muszyna zurück, wo wir auch in Zapopradzie gutes Wasser trinken, Musik aus dem Amphitheater lauschen und nach Spuren von Kazimierz Wierzyński in Muszyna suchen können. Im Mai können wir Klänge der Trompetenmusik hören, die vom Baszta-Berg erklingt...

Wir sehen uns mit großem Interesse Heiligenbilder aus der einmaligen Sammlung von Małgorzata Bajorek an, bringen auch einige Fotoberichte von Kulturevents, die in den letzten Monaten in Muszyna stattfanden, insbesondere vom Konzert unserer Stipendiaten.

Wir informieren auch darüber, dass in Muszyna auf eine Bürgerinitiative eine Vereinigung mit dem Zweck gegründet wurde, den Papst Johannes Paul II. zu ehren und ihm in Muszyna ein Denkmal zu setzen.

Jahrgang 2008

Wir beginnen unsere “Almanach”-Zeitreise von der Erforschung der Spuren, die unsere Vorfahren auf dem Baszta-Berg, dem jahrhundertelangen Sitz der Starosten von Muszyna, hinterlassen hatten. Nach der Besichtigung des Burghügels und dessen geheimnisvoller Winkel wechseln wir zu ruhevollen Archiven über und wenden uns alten Urkunden zu. Wir studieren ein angeblich aus dem Jahr 1209 stammendes Falsifikat, um die Diskussion über das Datum der ersten urkundlichen Erwähnung von Muszyna zu beenden. Erwähnenswert ist, dass die Urkunden von 1288 echt sind, auf deren Grundlage Muszyna Gegenstand eines Vergleichs zwischen dem Comes Mironieg und seiner Ehegattin und dem Krakauer Bischof Paweł von Przemankowo wurde.

In dem Beitrag von Tadeusz Łopatkiewicz begleiten wir den namhaften Denkmalpfleger und
-kenner Stanisław Tomkowicz im 19. Jh. bei einer Bestandsaufnahme von Baudenkmälern in Muszyna. Anschließend studieren wir die Aufzeichnungen im Księga przyjęć do miasta Muszyny (Aufnahmeregister der Stadt Muszyna), um dann die Geschichte der Zünfte und Innungen in Muszyna kennen zu lernen, von denen nur die Tradition und Fahne erhalten sind, die jährlich während der Fronleichnamprozession getragen wird. Im slowakischen Podolinec, in alten Piaristenbüchern prüfen wir, welcher der Patriziersöhne in Muszyna einst am dortigen Kolleg in Ausbildung gewesen war. Wir statten auch unserem polnischen Nachbarn Piwniczna einen Besuch ab, um uns mit der Geschichte der Apothek “Pod Opatrznością” vertraut zu machen. Dann kehren wir wieder in die Slowakei zurück, um eine Karte der am Fusse der Vorburg Ľubovňa liegenden Siedlung aus dem 18. Jh. zu studieren (Beitrag von Filip Fetka in slowakischer Sprache).

Wir beschreiben einige bisher relativ wenig bekannte Episoden der Kämpfe während des Warschauer Aufstandes mit Beteiligung eines slawischen Zuges und erstatten einen schmerzhaften Bericht von der Erforschung der tragischen Geschichte einer antikommunistischen Partisanenabteiung in den Sandezer Beskiden.

Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen immer Menschen, so erzählen wir auch diesmal von jenen, die hier lebten, und jenen, die zur Kurbehandlung hierher kamen. Zu ihnen gehörte auch Józef Ignacy Kraszewski, dessen Bücher einst sehr gern gelesen wurden.

Wir laden unsere Leser zu einem Ausflug zur Baude Bacówka nad Wierchomlą ein, lassen uns in die Kinderjahre in Krynica und Muszyna versetzen und nehmen zum letzten Mal Einsicht in die Protokolle des Gemeinderates in Andrzejówka. Zusammen mit Piotr Osóbka besuchen wir auch Żegiestów, um mit Bedauern den Verfall des dortigen Kurortes festzustellen.

Wir lauern auf den Regionaldichter Adam Ziemianin, gleich danach feiern wir sein 40. Jubiläum und seinen 60. Geburtstag. Etwas Raum widmen wir der Öffentlichen Bibliotek, die ihr 60jähriges Bestehen feiert und wo zahlreiche Konferenzen, Seminare und Ausstellungen stattfinden.

Aus der Literatur wechseln wir zur Malerei und bewundern Werke des Amateurmalers Czesław Czmiel aus Muszyna, der 1998 verstorben ist. Wir erinnern an die Ausstellung seiner Gemälde im Heimatmuseum in Muszyna und auch an die in der Bibliothek ausgestellte Sammlung von alten Ansichtskarten aus Krynica, Muszyna und Żegiestów. Im Vorjahr wurde eine weitere Edition des Fotowettbewerbs zum Thema “Grabdetails der Nekropolis des historischen Staates Muszyna“ durchgeführt. Wir präsentieren die Ergebnisse dieses Wettbewerbs: Sie sind imponierend!

Jahrgang 2009

Im Sommer 2008 wurde auf eine Bürgerinitiative in Muszyna Karol Kardinal Wojtyła ein Denkmal gesetzt. Am 2. August wurde es enthüllt und eingeweiht. Das Denkmal begrüßt uns jetzt vor der Einfahrt ins Stadtzentrum von Muszyna. Es empfiehlt sich, am Denkmal kurz anzuhalten und die Verdienste von Johannes Paul II. um Polen in Erinnerung zu rufen.

Der “Muszyna Almanach” ist nicht nur ein Jahrbuch. Es umfasst auch zahlreiche Initiativen, über die wir berichten. Im Vorjahr wurde u.a. in Zusammenarbeit mit der Fotografengesellschaft Krynica eine Ausstellung im Museum der Erde der Polnischen Akademie der Wissenschaften Warschau als Resümee der Ergebnisse einiger Editionen des Wettbewerbs “Architektonisches Detail“ organisiert.

Die diesjährige “Almanach”-Wandertour starten wir in der Kirche in Muszyna, wo im Hauptaltar die Skulptur der Muttergottes mit dem Jesuskind, Königin von Muszyna genannt, untergebracht ist. Von ihrem Autor Piotr Łopatkiewicz erfahren wir mehr von der Herkunft dieser schönen mittelalterlichen Skulptur und zweier Figuren: der hl. Hedwig und der hl. Ottilia.

Von der Pfarrkirche begeben wir uns zu den Burgruinen, um die Fortschritte der archäologischen Grabungen mitzuverfolgen. Durch die Grabungsstätten werden wir - wie in den Vorjahren – von Barbara Chudzińska geführt. Jenseits der Südgrenze, in der griechisch-katholischen Pfarrei Čirč bewundern wir mit dem Pfarrer Jaroslav Popovec Kirchenfahnen vom Ende des 19. Jh., die ein Maler aus Muszyna gemalt haben soll! Als nächstes besuchen wir Stará Ľubovňa und Podolinec auf etwa einhundert Jahre alten polnischen Fotos mit Führung von Miroslav Števík, Historiker auf der Burg Ľubovňa. Wir erfahren auch, welche Handwerker vor mehreren hundert Jahren für das Wohlbefinden der Burgbewohner sorgten... Etwas später lesen wir über die von einem geheimnisvollen Mönch aus dem Roten Kloster gebauten Flügel, mit denen er sogar über den Tatra-Gipfeln geflogen sein soll.

Bei der Darstellung der Geschichte von Muszyna können wir die Geschichte des Grenzschutzes, der die Grenzen der Zweiten Republik Polen schützte, nicht außer Acht lassen. In der ersten Septemberhälfte 1939 fielen Soldaten aus dem Grenzsschutzdistrikt Jasło. Wo wurden die gefallenen Grenzschutzsoldaten begraben? Wurden sie exhumiert, wenn ja, wohin? Kann jemand die Fragen von Waldemar Bocheński beantworten?

Der “Almanach” ist in diesem Jahr Mieczysław Orłowicz und Mieczysław Karłowicz gewidmet. Vieles trennte sie, doch hatten sie eine gemeinsame Leidenschaft: die Berge. Da wir in alte Dokumente gern blicken, lasst uns dies auch diesmal gemeinsam tun. Zunächst nehmen wir uns das Księga miejska (Das Stadtbuch), aus dem wir Namen von Personen lesen, die zwischen 1601 und 1833 das Stadtrecht annahmen, dann die Aushebungsregister aus der 2. Hälfte des 17.Jh. vor. Zuletzt studieren wir Pamiętniki zjazdów lekarzy w Krynicy (Tagebücher der Ärztekongresse in Krynica) aus der Zwischenkriegszeit.

Vor Jahren erlebten die Lemken schmerzhat ihre Trennung von ihren geliebten Bergen, als sie im Rahmen der “Weichsel”-Aktion ihre Heimat verlassen mussten. Wir lernen die Geschichte einer der ausgesiedelten Familien, der Tyliszczaks aus Jastrzębik, kennen.

Es interessiert uns, was aus historischen Baudenkmälern und Kulturobjekten, die mit unserer Region verbunden sind, geworden ist. Rafał Żebrowski schildert die Geschichte der Bilder von Feliks M. Wygrzywalski und Kazimierz Sichulski, die einst die Wände der Pension “Lwigród” in Krynica schmückten. Wir erinnern auch an den Hügel und das Denkmal für Kazimierz Pułaski sowie an den Obelisk, der zu Ehren von Juliusz Słowacki in Żegiestów-Zdrój errichtet wurde.

Wir präsentieren die Fotosammlungen des Kunstinstituts der Polnischen Akademie der Wissenschaften Warschau, auf denen griechisch-katholische Kirchen im Raum Muszyna und Krynica abgebildet sind, und erfahren auch, welche mit Muszyna verbundenen Dokumente im Polnischen Museum in Rapperswil zu finden sind.

Wir stellen den in Muszyna geborenen Komponisten Zbigniew Bujarski vor, der im Jahre 2008 seinen 70. Geburtstag feierte. Zu seinem Jubiläum beglückwünschen wir Adam Charnowski, Heimatforscher, Fotograf, Sammler und Schriftsteller, der in der Jugendzeit mit Muszyna verbunden war und auch heute gern hierher kommt.

Entlang an Bächern und Flüsschen wandern wir mit Pfadfindern aus Muszyna; wir gelangen nach Rytro und gehen unterwegs mit der Belladonna vorsichtig um, über die wir viel vom Kräuterkenner Maciej Bilek erfahren werden. Wir machen einen Abstecher nach Andrzejówka und blättern in alten Klassenbüchern, dann machen wir traditionsgemäß einen Spaziergang mit dem alten Förster und besuchen die Villa“Nasz Domek” in Zapropradzie.

Jahrgang 2010

Mit Bedauern verabschieden wir uns von Waldemar Serwiński, dem langjährigen Leiter der Allgemeinbildenden Oberschule in Muszyna und Bürgermeister unserer Stadt. Er ist im Juli 2009 bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

In der Jubiläumsausgabe unseres Almanachs wandern wir wie jedes Jahr auf bekannten, historischen Pfaden der Region Muszyna. Wir entdecken neue Themen oder stoßen Mythen um, zum Beispiel konnten wir dank einer ausführlichen Analyse von Ojcumiła Sieradzka-Malec die Korduane aus der Kirche St. Joseph in Muszyna richtig datieren. Wir besuchen wieder den Baszta-Berg, um die vorjährigen Funde zu sehen und Neues zu erfahren. Dank der Arbeit von Kazimierz Przyboś sind wir mit dem Studieren der Liste von Personen fertig, die zwischen 1601 bis 1833 in das Stadtrecht in Muszyna aufgenommen wurden. Wir nehmen Einsicht in Pfarrbücher, wo wir Spuren des aus Muszyna stammenden unbekannten Komponisten Wojciech Pankiewicz finden, präsentieren Bilder unseres alten Bekannten Wiktor Zomph und studieren die Herkunft der Namen Beskid und Bieszczad, die wir mit Hilfe von Tomasz Borucki auf alten Karten suchen. Wir interessieren uns für das politische Leben in der Zwischenkriegszeit in Muszyna und Umgebung und lesen auch darüber in der Regionalpresse aus jener Zeit. Auf einem Spaziergang durch das schöne Krynica besuchen wir die reizvolle “Galeria pod Kasztanem”, besichtigen eine neue Ausstellung der Fotografengesellschaft Krynica in der Hauptttrinkhalle und sehen uns nach alten Apotheken in Krynica um.

In Übersee suchen wir zusammen mit Maria Zajączkowska nach Spuren der Familie Tyliszczak; dort verfolgen wir auch die Geschichte von Władysław Kluger aus Krynica, Vertreter der polnischen Intelligenz im 19. Jh.

Wir beginnen eine Wanderung durch Protokolle des Gemeinderates in Muszyna aus den 30er Jahren, wobei uns das von Małgorzata Przyboś gesammelte Matertial zur Verfügung steht. Wir begleiten Nikifor in einem Beitrag von Bogdan Karski und fahren mit ihm in einem alten Eisenbahnwaggon durch das Poprad-Tal. Mit dem Zug reisen wir auch nach Krynica, wo die Bahnstrecke vor einhundert Jahren von Ing. Ferdynand Gisman errichtet wurde. Krynica wurde von namhaften Gästen, auch aus Fürsten- und Königsfamilien besucht: Wir berichten über einen prominenten Besuch, der in dem Kurort viel Aufsehen erregte.

Wir machen auch einen Ausflug in die Regionen Spiš und Šariš. Wir machen uns Gedanken darüber, wann die Polowzen hier eintrafen, die vielleicht auch in Muszyna ihre Spur – alte Ortsnamen - hinterliessen. Wir präsentieen das Werk des aus Kiezmark stammenden Bildauers mit schlesischen Wurzeln Johann Feeg und befassen uns auch mit dem Siedlungswesen auf der Burg Ľubovňa (Beiträge in slowakischer Sprache).

Wir setzen in den Almanach Kriegsberichte über die Bewohner von Muszyna, die an der Westfront des Zweiten Weltkrieges kämpften, und auch jene, die drei Jahre in einem Nazikonzentrationslager gefangen gehalten wurden. Wir erinnern an den slowakischen Helden zweier Nationen Michal Strenka aus dem nahe gelegenen Jarabina, der in der US-Armee diente und im Kampf um die Insel Iwo Jima fiel.

Im Jahre 2009 wurden einige lokale Jahrestage und Jubiläen gefeiert. Vor 135 Jahren wurde das Kurorchester in Krynica gegründet, vor 50 Jahren ist die Musikschule in Krynica entstanden, vor 65 Jahren wurde in Muszyna die erste polnische Mittelschule nach dem Krieg gegründet. Ihre Jubiläen feierten auch die heute bestehenden Kultur- und Bildungseinrichtungen: die Allgemeinbildende Jan-Kochanowski-Oberschule, das Stadtgemeinde-Kulturzentrum und die Außerschulische Arbeitsgemeinschaft. Im Jahre 2010 wurde der 600. Jahrestag der Schlacht bei Tannenberg gefeiert. Wir erinnern kurz daran, welche Spuren die Feierlichkeiten anlässlich des 500. Jahrestages dieses Ereignisses – noch vor den Teilungen Polens – in unserer Region hinterlassen hatten.

Jahrgang 2011

Im Jahre 2011 jährt sich zum 100. Mal die Inbetriebnahme der Bahnstrecke Muszyna-Krynica. Das war ein wichtiges Ereignis in der Geschichte beider Ortschaften. Obwohl die Bewohner von Muszyna damals an Droschkenfahrten mit Kurgästen nach Krynica viel Geld verdienten, protestierten sie heftig gegen dieses Bauvorhaben; jedoch wurde die Bahnverbindung hergestellt, die eine weitere Entwicklung der Perle der polnischen Kurorte ermöglichte. Wir bringen die von Leszek Zakrzewski geschriebene Geschichte der Bahnstrecke Muszyna-Krynica und die Geschichte der Eisenbahn-Aktiengesellschaft, die von Leszek Koziorowski festgehalten wurde.

Jeder von uns möchte etwas über seine Vorfahren erfahren. Wo sind wir hergekommen? Wer hat vor hunderten Jahren das Donau- und das Poprad-Land besiedelt? In die innovative Methode der genealogischen Forschung werden wir in dem Beitrag von Priester Stanisław Pietrzak eingeweiht.

Die ältesten Bewohner des Poprad-Landes hatten nur wenige Spuren hinterlassen. Jedoch gelingt es Archäologen, bei Grabungen auf dem Baszta-Berg und innerhalb der Starostenbebauung am Fuße des Burghügels etwas Interessantes ausfindig zu machen. Von den Funden lesen wir in den Beiträgen von Barbara Chudzińska und Radosław Palonka. Aus den Texten dieser jungen Archäologen erfahren wir auch, wie die Diät der Bewohner der Burg in Muszyna aussah und wie sie das Trinkwasserproblem zu lösen versuchten.

In Muszyna wurde allerdings nicht nur Wasser getrunken. Weder die Burgbewohner noch das Bürgertum in Muszyna verachteten alkoholische Getränke. Mit Führung von Witt Kmietowicz besuchen wir dunkle, nicht belüfetete Schenken und Gasthöfe, um zu prüfen, was und wo in Muszyna getrunken und gegessen wurde.

Auf einer Wandertour durch das Poprad-Tal Richtung Nowy Sącz gehen wir an dem einst blühenden Żegiestów vorbei, bewundern den Kopf einer in Piwniczna-Zdrój ausfindig gemachten alten Pfeife und sehen uns in Nowy Sącz das Wappen unserer Kreisstadt an. Vom Fluss Dunajec zieht es uns wieder an die Poprad, zu unseren slowakischen Freunden. Wir starten mit einem Besuch in Čirč, um das interessante Bild der Muttergottes aus dem 17. Jh. zu sehen, dann suchen wir nach Spuren einer geheimnisvollen mittelalterlichen Siedlung und erforschen die Handelskontakte von “Hrad” Ľubovňa zu Städten in der Region Spiš (Beiträge in slowakischer Sprache). Diese slowakische Exkursion endet in Vyżne Drużbaki mit Waldemar Oszczęda, der auch an einige für die Region Orava und Spiš wichtige Persönlichkeiten erinnert.

Zurück in Muszyna bleiben wir im 20. Jh. Kazimierz Przyboś schildert die Anfänge des Ersten Weltkrieges in Galizien und skizziert Ereignisse, die zu Beginn der Kriegshandlungen in Muszyna stattfanden. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick in die Notizen des damaligen Pfarrers, Priester Józef Gawor, die die Beunruhigung der Bewohner des Provinzialstädchens Muszyna in den Herbst- und Wintermonaten 1914/1915 wiedergeben.

Im diesjährigen “Almanach“ schreiben wir über das politische Engagement der Lemken und Juden in Muszyna bzw. Umgebung und veröffentlchen auch weitere von Małgorzata Przyboś bearbeitete Protokolle des Gemeinderates in Muszyna von 1933. In Krynica blättern wir in der Kronika (Chronik) des Restaurants “Zdrojowa” und bewundern in dem Beitrag von Małgorzata Reinhard-Chlandy zahlreiche Einträge der Gäste des Restaurants.

Der Zweite Weltkrieg taucht auch in einem Bericht auf, dem Beiträge aus dem Blatt “Wiadomości Aptekarskie”, die zur Zeit des Generalgouvernements erschienen, zugrunde liegen. Breiten Raum widmete die Redaktion dieser Zeitung 1940 Krynica, das zu einem Kurort für deutsche Soldaten und Beamte wurde.

Die Jahre des Krieges und der Nazibesatzung waren eine Zeit des Dienstes für das Vaterland an der Front, mitunter auch eine Zeit der Untergrundtätigkeit. Das war auch die Zeit einfacher Menschen, die nie Helden werden wollten, aber Helden wurden und leideten wie die Heldinnen der nach der Kronik (Chronik) des Kriegsveteranenklubs in Muszyna zitierten Berichte.

Unauffälig aussehende alte Dokumente, die nicht unbedingt Staatsbelange betreffen, enthalten sehr viele Informationen. Dies gilt auch für Siegel, mit denen amtliche Schreiben, gerichtliche Schriftsätze und Postrezepisse versehen wurden; wie wichtig sie sind, erklärt uns Ryszard Kruk.

Ende des Zweiten Weltkrieges und direkt danach führten die Lemken aus der Region Muszyna ein Wanderleben. Von Aussiedlungen in die Ukraine und der “Weichsel“-Aktion berichtet Izabela Cywa und gibt Angaben über ausgesiedelte Lemken-Familien und ihr armes Hab und Gut, das sie mitnehmen durften, bekannt.

Obwohl unsere Stadt Anfang des letzten Sommers vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen wurde, wird Muszyna von Tag zu Tag schöner. Von seinen Plänen, Träumen und Hauptzielen sprechen wir mit dem Bürgermeister Jan Golba.

Es gibt eine Gasse in Muszyna. Sie ist klein und unauffälig und führt einen einzigartigen Namen: Zefirek (Zephir). Auf diese Weise wurde der Modellbauerklub “Zefirek” in Muszyna geehrt, der im Jahre 2011 sein 50jähriges Bestehen feierte, was wir in Erinnerung rufen und zugleich eine Bilanz seiner Leistungen ziehen.

Wir präsentieren wieder die Ergebnisse des Fotowettbewerbs, der gemeinsam mit der Fotografengesellschaft Krynica und ihrem Präsidenten Juliusz Jarończyk durchgeführt wurde. Diesmals bewundern wir Details alter Wirtschaftsgebäude im historischen “Staat Muszyna“.

Jahrgang 2012

Im “Almanach” 2010 erregte Karolina Grobelska großes Aufsehen in Krynica mit ihrem Beitrag über den Besuch der holländischen Kronprinzessin und ihres Gemahls 1937 in der Perle der polnischen Kurorte. Als zwölf Monate später die heutige holländische Königin geboren wurde, schenkte Polen der königlichen Familie eine Wiege. Kürzlich konnte die Autorin dieses schöne Möbelstück sehen und einen Beitrag schreiben, der den diesjährigen “Almanach“ eröffnet.

Zum Thema der Gegenwart und Zukunft von Muszyna sprechen wir mit dem Bürgermeister Jan Golba. Vor allem jedoch erforschen wir – ähnlich wie in jedem Jahrbuch – die Zukunft der Umgebung von Muszyna. Traditionsgemäß begeben wir uns auf den Burghügel, doch werfen wir diesmal nur einen Blick auf historische Publikationen über die Wehrburg in Muszyna.

Ein wichtiges und interessantes Quellenmaterial wurde von Tadeusz M. Trajdos geliefert. Es handelt sich hierbei um ein Inwentarz (Bestandsaufnahme) der griechisch-katholischen Kirche in Krynica-Dorf, das 1941 in ukrainischer Sprache vom damaligen Pfarrer von Krynica, Priester Eugeniusz Chylat erstellt wurde, der darin den Zustand der Kirche einige Jahre vor deren Übernahme durch die römisch-katholische Kirche nach der Aussiedlung der Lemken beschreibt.

Von der Pension “Lwigród” und deren decorum war in den Vorjahren im “Almanach“ die Rede. Diesmal nimmt sich Rafał Żebrowski des Bildes Obrona Lwowa von Kazimierz Sichulski an und erinnert an die Entstehungsgeschichte dieses Werkes, das zu Beginn der Nazibesatzung verloren ging und vor kurzer Zeit wieder gefunden wurde.

Auf der Suche nach Spuren der Konföderation von Bar besuchen wir mit Maciej Śliwa das grenznahe slowakische Dorf Frička, von wo aus wir in das Poprad-Tal zurückkehren, um mit Przemysław Polakiewicz zu erkunden, ob es in Łomnica einst einen Wachtturm gegeben hatte, und das Geheimnis einer alten Grabinschift an den Nordhängen des Kicarz-Berges zu lüften.

Aus der Umgebung von Piwniczna ist nur ein Katzensprung in die Slowakei. Mit Gabriel Kurczewski besuchen wir Hniezdne, das – wie es sich herausstellt – die Wiege der Weinkeller von Fukier war. Aus Hniezdne begeben wir uns auf der Spur der Familie Zamoyski zur Vorburg Stará Ľubovňa, wo wir eine Brauerei aus dem 18. Jh., das älteste bis heute erhaltene Objekt dieser Art in der Slowakei, besichtigen. Durch die Brauerei werden wir von Miroslav Števik geführt.

Zurück in der Umgebung von Muszyna besuchen wir wieder Krynica, um mit Leszek Zakrzewski die Geschichte des Ferienheimes der Eisenbahnerfamilie “Barwiczówka” aus der Vorkriegszeit kennen zu lernen und sich dann auf Grund einer Analyse von Jan Grudnicki mit der künstlerischen Wiedergabe von Landschaftselementen durch Nikifor vertraut zu machen. Wir berichten noch kurz über den Besuch der holländischen Kronprinzessin in Krynica, um das Aufsehen, das die – nach Ansicht der damaligen Behörden – unpassenden scherzhaften Kommentare in der Sendung “Wesoła Lwowska Fala” erregten, in Erinnerung zu rufen.

Dem Zweiten Weltkrieg gelten einige Beiträge. Kazimierz Przyboś erinnert an Kuriere aus Nowy Sącz, die jedesmal bei der Überschreitung der Grenze ihr Leben aufs Spiel setzten. Artur Ochał, Kenner der Geschichte des Grenzschutuzkorps, versucht, die letzten Minuten des Schützen Piotr Dwojak zu rekonstruieren, und Stefan Małecki lädt erneut zu einem Besuch der Kronika des Kriegsveteranenklubs ein. Rafał Ojrzanowski präsentiert den Lesern einzigartige Fotos, die während der Nazibesatzung von in Muszyna stationierten deutschen Soldaten gemacht wurden.

Sind die Galizien-Zeiten es wert, in warmer Erinnerung zu bleiben? Was ist aus dem österreichisch-ungarischen Kulturtiegel geworden? Wie hätte der Alternativablauf der Geschichte ausgesehen, wenn die k.u.k. Monarchie überlebt hätte? Witold Kaliński gibt uns trotzig einiges zum Nachdenken.

Die Zeit der Teilungen Polens war für viele Gebirgsortschaften eine Zeit der sprichwörtlichen galizischen Armut. Die Bevölkerung wanderte aus und suchte ihr Glück in Übersee. Für dramatische Erlebnisse von Auswanderern aus Muszyna interessierte sich Maria Zajączkowska, die in den USA in Dokumenten des Immigration Office nach Spuren dieses Exodus suchte.

Mit Małgorzata Przyboś studieren wir erneut Sitzungsprotokolle des Gemeinderates in Muszyna aus den 30er Jahren des 20. Jh. Priester Stanisław Pietrzak wendet sich dem im Vorjahr angesprochenen Thema wieder in seinem Beitrag über die sich schnell entwickelnde genetische Genealogie und das gelüftete Geheimnis der Herkunft der im Dunajec-Einzugsgebiet und Umgebung lebenden Bevölkerung zu.

Es fehlt nicht an einigen Stammrubriken: bunten Bildberichten über die von der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs (SPAM) oder befreundeten Organisationen bzw. Einrichtungen organisierten Events, Erinnerungen des Försters Tadeusz Petrowicz und einer Mitteilung über den Szczęsny-Morawski-Preis, der jährlich für das beste Buch über die Region Nowy Sącz vergeben wird.

Wir schreiben seit Jahren gemeinsam mit der Fotografengesellschaft Krynica einen Fotowettbewerb mit dem Ziel aus, mit der Kamera bedrohte architektonische Details festzuhalten. Eine neue Initiative ist der im Frühjahr durchgeführte 1. Gesamtpolnische Poesiewettbewerb “Um den Poprad-Lorbeer von Jan Kochanowski“, der mit der Cyprian-Norwid-Literaturgesellschaft organisiert wurde. Wir wollen alle zwei Jahre diesen Wettbewerb durchführen.

Breiten Raum widmen wir Menschen, die durch Familienbande mit unserer Region verbunden sind. Wir begleiten Priester Franciszek Sikorski bei seiner Seelsorge, besuchen Piotr Serwiński in Żegiestów der 60er Jahre, sehen den Leistungen von Władysław Nowotarski, Bruder des um Krynica verdienstvollen Leon Nowotarski, zu und lernen die Geschichte von Tadeusz Krynicki, des heldenhaften Verteidigers von Lwów, kennen. Mit Agata Tobiasz wandern wir auf den Pfaden der Sandezer Beskiden auf den Spuren von Szczęsny Morawski, und mit Maciej Bilek studieren wir Quellendokumente über Muszyna, die in den 20er Jahren von Prof. Irena Turowska erforscht wurden. Auf dem Friedhof in Muszyna verbeugen wir uns vor den Gräbern der Familienangehörigen von Józef Medwecki, Bürgermeister von Muszyna im 19. Jh., zu denen wir von seiner Urururenkelin Ewa Tarkowska geführt werden. Wir besuchen das in den 50er und 60er Jahren tanzende Jastrzębik und rufen die Kindheit in der Kościelna-Straße und in Piwniczna in der Vorkriegszeit in Erinnerung.

Wir berichten auch über ein erfreuliches Ereignis in der Zusammenarbeit mit unseren slowakischen Freunden: Auf unseren Antrag wurde Gabriela Malastová mit dem Kavalierskreuz zum Verdientsorden der Republik Polen geehrt, der vom polnischen Staatspräsidenten Bronisław Komorowski vergeben wurde.

 

 

Kapitel 2. Bibliographie des Muszyna Almanachs

Die Bibliographie des “Muszyna Almanachs“ (Almanach Muszyny) ist eine objektbezogene Regionalbibliographie, beschränkt auf die Erfassung des Inhalts einer Zeitschrift. Sie enthält das gesamte im “Muszyna Almanach“ veröffentliche Material. Es wurde in fünfzehn in Unterabschnitte gegliederten Hauptabschnitten angeordnet. Die Zahl der Unterabschnitte bestimmt sich an der Menge des gesammelten Materials. Im Rahmen der Abschnitte wurde die alphabetische Ordnung angewandt. Alle Positionen wurden mit Nummern versehen, wobei für die gesamte Bibliographie eine laufende Nummerierung angenommen wurde. Ist im Beitrag ein mehrere Abschnitte betreffendes Material enthalten, so wird dessen Beschreibung auch in anderen entsprechenden Abschnitten gebracht. Die Bibliographie des “Muszyna Almanachs“ beinhaltet ein Verzeichnis wichtigerer in der bibliographischen Beschreibung verwendeter Abkürzungen.

     

  • Die Bibliographie des “Muszyna Almanachs“ für die Jahre 1991–1995 ist 1995 im “Almanach Muszyny“ im Druck erschienen.
  •  

  • Die Bibliographie des “Muszyna Almanachs“ für die Jahre 1991–2000 ist im Jahre 2000 im “Muszyna Almanach ”im Druck erschienen.
  •  

  • Die Bibliographie des “Muszyna Almanachs“ für die Jahre 1991–2005 ist im Jahre 2005 in elektronischer Form unter www.almanachmuszyny.pl erschienen.
  •  

  • Die Bibliographie des “Muszyna Almanachs“ für die Jahre 1991–2012 ist im Jahre 2012 in elektronischer Form unter www. almanachmuszyny.pl erschienen.

In der letzten Ausgabe der Bibliographie des “Muszyna Almanachs“ wurden bibliographische Beschreibungen nach der Norm PN-73/N-01152 abgeändert. Dort, wo die Menge des gesammelten Materials es erforderte, wurden Unterabschnitte eingeführt.

AUFTEILUNG NACH ABSCHNITTEN

I. ALLGEMEINES

     

  1. Bibliographie
  2.  

  3. Zeitschriften. Zeitschriften - Besprechung
  4.  

  5. Allgemeine Arbeiten über die gesamte Region
  6.  

  7. Die einzelnen Ortschaften
  8.  

  9. Porträts. Biographien. Erinnerungen

II. GEOGRAFISCHES MILIEU

     

  1. Karten. Pläne
  2.  

  3. Geografie. Geologie. Balneologische Grundstoffe. Klimatologie. Hydrologie
  4.  

  5. Flora. Fauna. Umweltschutz
  6.  

  7. Tourismus. Landeskunde

III. BEVÖLKERUNG

IV. GESCHICHTE

     

  1. Quellen. Urkunden
  2.  

  3. Archäologie
  4.  

  5. Geschichte
  6.  

  7. Der Zweite Weltkrieg

V. ETNOGRAPHIE

VI. WIRTSCHAFTLICHE FRAGEN

VII. POLITISCH-SOZIALE FRAGEN

VIII. JURISTISCHE UND VERWALTUNGSRECHTLICHE FRAGEN

IX. GESUNDHEITSWESEN

X. KULTUR. WISSENSCHAFT. BILDUNGSWESEN

     

  1. Kultur
  2.  

  3. Wissenschaft. Bildungswesen
  4.  

  5. Museen
  6.  

  7. Sport

XI. SPRACHWISSENSCHAFT

XII. SCHÖNGEISTIGE LITERATUR

     

  1. Abhandlungen
  2.  

  3. Literarische Texte

XIII. KUNST

     

  1. Bildende Kunst
  2.  

  3. Baudenkmäler. Malerei. Architektur. Friedhöfe. Denkmäler
  4.  

  5. Friedhöfe
  6.  

  7. Musik
  8.  

  9. Fotografie. Film

XIV. KIRCHE, RELIGIONSFRAGEN

XV. BÜCHER. BIBLIOTHKEN. ARCHIVE

Eine Ergänzung der Bibliographie sind Indexe, deren Funktion auf der Darstellung des Inhalts aus einer anderen Sicht als im Hauptabschnitt beruht. Im “Muszyna Almanach” wurden folgende Indexe vorbeireitet: ein alphabetischer Personenindex mit in einer Reihe genannten Namen von Autoren und im Beitragsinhalt bezeichneten Personen und ein Index der geografischen Namen, die Gegenstand des jeweiligen Beitrags sind, in der alphabetischen Reihenfolge. Die Indexe sind kurz gefasst und geben nur das für den jeweiligen Index entsprechende Stichwort sowie das Kennzeichen: das Jahr und die Seite an, die auf die Beschreibung im Hauptabschnitt verweist.

Der alphabetische Personenindex 1991–2005 der Bibliographie des “Muszyna Almanachs” ist in elektronischer Form unter www.almanachmuszyny.pl erschienen.

Die Ausgabe 1991–2012 ist im Jahre 2012 erschienen.

Der alphabetische Index der geografischen Namen 1991–2005 der Bibliographie des “Muszyna Almanachs” ist in elektronischer Form unter www.almanachmuszyny.pl erschienen.

Die Ausgabe 1991–2012 wird im Jahre 2013 erscheinen.

Der Index der Fotos und Abbildungen wird im Jahre 2013 unter www.almanachmuszyny.pl erscheinen.

 

 

 

 

Kapitel 3. Nowy Sącz Presseforum

Das Nowy Sącz Presseforum (FPS) ist ein jährliches Meeting von Redakteuren der Pressetitel, die im Raum Nowy Sącz herausgegeben werden oder über diese Region berichten. Das Forum wird im Galizischen Städtchen des Bezirksmuseums Nowy Sącz mit vereinten Kräften der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs, des “Muszyna lmanachs“, des “Almanach Sądecki“, von Civitas Christiana, des Bezirksmuseums Nowy Sącz und der Polnischen Historischen Gesellschaft Niederlassung Nowy Sącz veranstaltet. Die wissenschaftliche Schirmherrschaft über die Beratungen des Forums übernahm das Institut für Journalistik und Soziale Kommunikation der Jagiellonischen Universität Krakau. Die Ehrenschirmherrschaft haben der Landrat von Nowy Sącz und der Stadtpräsident von Nowy Sącz. Auf dem Programm des Forums stehen Vorträge und Podiumsdiskussionen. Abschließend wird eine gemeinsame Programmerkläung verabschiedet.

Bisher fanden drei Editionen des Nowy Sącz Presseforums statt

1. das Nowy Sącz Presseforum am 2. Juli 2010, Eröffnungsforum;

2. das Nowy Sącz Presseforum am 1. Juli 2011 zum Thema “die Rolle von Lokalpresse, Bibliotheken und Museen bei der Stärkung der kleinen Heimaten im Raum Nowy Sącz. Wie kann diese Partnerschaft verbessert werden?“

3. das Nowy Sącz Presseforum am 6. Juli 2012 zum Thema “Lokalpresse und Archive, Partner oder Konkurrenten?“

Das Begleitprogramm des Forums umfasst Gelegenheitsausstellungen. So wurde im Jahre 2011 von der Öffentlichen Bibliothek Nowy Sącz die Ausstellung “Die Presse im Raum Nowy Sącz“ organisiert, auf der mehrere Dutzend Zeitungstitel vom 19. Jh. bis in die Gegenwart präsentiert wurden. Im Jahre 2012 wurde auf Betreiben des Staatlichen Archivs Nowy Sącz eine Ausstellung mit interessanten Ausstellungsstücken aus dem Raum Nowy Sącz vorbereitet.

Die Internetplattform des Forums ist die Internetseite www.sadeczanie.net.

Das 4. Nowy Sącz Presseforum , das am 5. Juli 2013 stattfinden wird, soll die Karpaten zum Thema haben und die Formel 1. Karpaten-Presseforum annehmen. Zur Teilnahme am Forum werden Presseredaktionen, die sich mit dieser Thematik befassen, aus Tschechien, der Slowakei, Rumänien und aus der Ukraine eingeladen. Neuer Mitveranstalter des Forums ist die Karpaten-Gesellschaft Warschau. Geplant wird die Kontaktaufnahme zum Internationalen Visegrád-Fonds.

Pressewesen im Raum Nowy Sącz

Die Regional- und Lokalpresse im Raum Nowy Sącz ist ein Zeitdokument besonderer Art, denn sie ist nicht nur eine Masseninformationsquelle, sondern auch ein wichtiger Faktor der sozialen Kommunikation. Die Anfänge des Pressewesens im Raum Nowy Sącz reichen in das Jahr 1891 zurück und hängen mit der Herausgabe des ersten Heftes der Zeitschrift “Szkolnictwo Ludowe” zusammen. Ein Kompendium des Wissens über das Pressewesen im Raum Nowy Sącz ist die Publikation unter der Redaktion von Prof. Bolesław Faron u.d.T. Prasa sądecka od zarania do dziś 1891–2011 (Das Pressewesen im Raum Nowy Sącz von den Anfängen bis heute 1891-2011), ein Ergebnis der Gesamtpolnischen Wissenschaftlichen Tagung zum 120. Jahrestag der Herausgabe der ersten Zeitschrift in Nowy Sącz. Ein Pionierprojekt ist die Gründung im Internet des Portals des Pressewesens im Raum Nowy Sącz www.sadeczanie.net. Neben Informationen über das Erscheinen neuer Lokalpressetitel informiert die Plattform über die Geschichte des Pressewesens im Raum Nowy Sącz und weitere Editionen des Lokalpresseforums. Sie beinhaltet einen Katalog der Zeitschriften in den Beständen der Öffentlichen Bibliothek Nowy Sącz sowie eine Übersicht und bibliographische Notizen über heute erscheinende Zeitschriften in der Region Nowy Sącz in der Bearbeitung der Öffentlichen Städtischen Bibliothek in Muszyna.

Nachstehend geben wir eine Übersicht über die wichtigsten und viel gelesenen Zeitschriftentitel im Raum Nowy Sącz:

“Rocznik Sądecki”

Das Jahrbuch ist die wichtigste wissenschaftliche Zeitschrift der Region Nowy Sącz. Sie erscheint mit kurzen Unterbrechungen seit 1939. Sie wird vom Stadtpräsidenten von Nowy Sącz und der Polnischen Historischen Gesellschaft Niederlassung Nowy Sącz herausgebracht. Chefredakteur ist Prof. Feliks Kiryk. Bisher erschienen 40 Bände, die Durchschnittsauflage beträgt 500 Exemplare. “Das Jahrbuch (…) soll eine wissenschaftliche Regionalzeitschrift werden, in der – zwecks Verbreitung – bearbeitete Ergebnisse von wissenschaftlichen Arbeiten erscheinen werden, denn sie soll eine ständig vertiefte und ergänzte Wissensquelle über die Region Nowy Sącz sein“, ihr Gründer und erster Redakteur, Dr. Tadeusz Mączyński,

Mehr unter www.rocznik.sacz.pl


“Almanach Muszyny, czyli co każdy wczasowicz, kuracjusz, gość i przyjaciel Muszyny wiedzieć powinien”– Jahrbuch

Es wird seit 1991, zunächst unter der Schirmherrschaft der Gesellschaft der Freunde des Raumes Muszyna, seit 2010 von der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs herausgegeben. Bisher erschienen 22 Bände, die ursprüngliche Auflage betrug 1.000 Exemplare; ab 2010 wurden, entsprechend den Trends von heute, die Auflage auf 700 Exemplare reduziert und das Angebot um 600 Exemplare auf CD ergänzt. Die Regionalzeitschrift im polnisch-slowakischen Grenzgebiet präsentiert die Geschichte der Stadt und Umgebung, profane und sakrale Baudenkmäler, landschaftliche und balneologische Vorteile von Muszyna und Umgebung sowie Menschen anhand ihrer einzigartigen Erinnerungen, die über die Grenzen des sog. “Staates Muszyna“ hinausgehen. Die Zeitschrift realisiert zahlreiche Bürgerinitiativen und besitzt die Internetseite www.almanachmuszyny.pl mit einer Download-Möglichkeit archivierter Jahrbücher als PDF-Datei.


“Zeszyty sądecko-spiskie” / “Sandecko-spišské zošity” – Jahrbuch

Es wird seit 2006 in der polnisch-slowakischen Sprachfassung vom Bezirksmuseum Nowy Sącz und dem L’ubovnianske muzeum herausgegeben. Chefredakteur ist Miroslav Števík. Bisher erschienen 6 Bände in einer Auflage von 1.000 Exemplaren. Dieses populärwissenschaftliche Magazin präsentiert Ergebnisse der Geschichtsforschung und verwandter Wissenschaftsdisziplinen, berichtet über die Verbreitung der Kulturen und Traditionen der Partnerregionen: des Raumes Nowy Sącz und der slowakischen Region Spiš. Die Publikation wurde im Rahmen eines vom Europäischen Regionalentwicklungsfonds INTERREG mitfinanzieren Projekts realisiert.

“Almanach Łącki” – Halbjahresschrift

Sie wird seit 2004 von der Gesellschaft der Freunde des Raumes Łąck herausgegeben. Chefredakteur ist Prof. Julian Dybiec. Dis heute erschienen 16 Bände, die Durchschnittsauflage beträgt 750 Exemplare. Der Themenkreis der Zeitschrift umfasst die Volkskultur, die Geschichte der Region, die Sprache und Menschen, die mit der Region verbunden sind. Daher ist sie eine wertvolle Informationsquelle für Ethnologen und Historiker. Die meisten Beiträge haben Erinnerungscharakter; sie stellen eine reiche Dokumentation zu Menschen, Ereignissen und Objekten dar. Den Verlag steht die Vitrine der Gesellschaft der Freunde des Raumes Łąck www.tmzl.elacko.pl zur Verfügung, hier können die Jahresschriften als PDF-Datei heruntergeladen werden.


“Almanach Sądecki” – Vierteljahresschrift

Sie wird seit 1992 von der Katholischen Vereinigung “Civitas Christiana” Niederlassung Nowy Sącz herausgebracht. Chefredakteur ist Leszek Migrała. Bisher erschienen 79 Hefte in einer Durchschnittsauflage von 500 Exemplaren. Die popularwässenschaftliche Zeitschrift zu sozial-kulturellen Themen der Region enthält historische, ethnographische, naturwissenschaftliche, landeskundliche und literarische Texte, die von Intellektuellen im Raum Nowy Sącz redigiert werden. Die Publikation wird von der Stadtverwaltung Nowy Sącz und dem Landratsamt Nowy Sącz finanziell unterstützt.

“Kurier Grybowski: gazeta lokalna miasta Grybowa” – Vierteljahresschrift

Sie wird seit dem Jahr 2000 vom Bürgermeister der Stadt Grybów und der Städtischen Öffentlichen Bibliothek in Grybów herausgegeben. Chefredakteurin ist Marzena Hotloś. Bis heute erschienen 52 Hefte. Die Durchschnittsauflage liegt bei 500 Exemplaren. Diese Lokalzeitschrift wird in der Stadt und Gemeinde Grybów vertrieben. Sie präsentiert Aktivitäten der Lokalbehörden, Einwohner und Institutionen zur Förderung der Region, der Stadt und der Gemeinde. Alle Hefte sind als PDF-Datei unter www.grybow.pl abrufbar.


“Besida: czasopismo o zasięgu ogólnokrajowym”– Zweimonatsschrift

Sie wird seit 1989 von der Lemken-Vereinigung Legnica herausgegeben. Chefredakteur ist Piotr Trochanowski. Bislang erschienen 126 Hefte. Die Auflage beträgt 500 Exemplare. Die Zeitschrift richtet sich an die Lemken-Gemeinschaft im In- und Ausland und wird in der Lemken-Sprache und zum Teil in Polnisch redigiert. Das Archiv des Magazins ist auf der Internetseite der Lemken-Gemeinschaft www.stowarzyszenielemkow.pl und unter www.lemko.org zu finden.


“Kurier Starosądecki: dwumiesięcznik informacyjno-kulturalny gminy Stary Sącz”

Die Zweimonatsschrift wird seit 1990 vom Ada-Sari-Kultur- und Kunstzentrum in Stary Sącz herausgegeben.Chefredakteur ist Wojciech Waliszewski. Bisher erschienen 202 Hefte, und die Auflage beträgt heute 1.500 Exemplare. Die Zeitschrift berichtet über Kultur-und Sozialevents in der Gemeinde, in der viele in der Region bekannte Künstler tätig sind und wo viel besuchte Konzerte und Festivals stattfinden. Ab Dezember 2002 ist die vollständige Ausgabe des “Kuriers“ als PDF-Datei unter www.kurier.stary.sacz.pl zugänglich.

“Znad Popradu: Pismo Samorządu Lokalnego” – Monatsschrift

Sie wird seit 1991 vom Kulturzentrum der Stadtgemeinde Piwniczna-Zdrój herausgebracht. Chefredakteurin ist Barbara Paluchowa. Bis darin erschienen 248 Hefte, die Auflage liegt bei 700 Exemplaren. Die Zeitschrift verbreitet die Tradition und Geschichte der Region. Ab Juni 2004 ist die Zeitschrift als PDF-Datei unter www.piwniczna.pl herunterzuladen.

“Krynickie Zdroje: gazeta lokalna” – Monatsschrift

Sie wird seit 1994 von der Öffentlichen Bibliothek der Gemeinde Krynica-Zdrój herausgegeben. Chefredakteurin ist Grażyna Lubańska. Bisher erschienen 177 Hefte, die Durchschnittsauflage erreicht 1.000 Exemplare. Die Zeitschrift behandelt aktuelle Probleme der Stadt, ist eine Informationsquelle über die Region, präsentiert die Aktivitäten von Institutionen und Schulen, berichtet über Events und informiert laufend über das Leben der Stadt- und Gemeindebewohner. Sie bringt Beiträge zur Vergangenheit von Krynica, seiner Geschichte, Baudenkmälern und namhaften Persönlichkeiten. Archivierte Hefte werden unter www.bibliotekakrynica.pl veröffentlicht.

 

“Sądeczanin: miesięcznik niezależny”

Die Monatsschrift wird seit 2008 von der Nowy-Sącz-Stiftung in Nowy Sącz herausgegeben. Chefredakteur ist Henryk Szewczyk. Bisher erschienen 54 Hefte, die Auflage beträgt 3.000 Exemplare. Die Zeitschrift konzentriert sich auf Themen, die der Bevölkerung im Raum Nowy Sącz nahe stehen. Sie behandelt Themen zur Selbstverwaltung, Wirtschaft, Kultur und Geschichte der Region Nowy Sącz, präsentiert um die Region verdienstvolle Menschen, fördert wertvolle Initiativen, berichtet über Aktionen und Konferenzen, die von der Nowy-Sącz-Stiftung organisiert werden. Die Zeitschrift kann als PDF-Datei unter www.sadeczanin.info und in der Kleinpolnischen Digitalen Bibliothek unter www.mbc.malopolska.pl abgerufen werden.


“Gazeta Krynicka” – Zweiwochenblatt

Es wird seit 2011 von der Strefa Rozrywki S.C. in Krynica-Zdrój herausgebracht. Chefredakteur ist Aleksander Ładysz. Bisher erschienen 18 Hefte in einer Auflage von 4.500 Exemplaren. Das Blatt behandelt lokale Themen und wird auch außerhalb von Krynica vertrieben. Alle Hefte der Zeitschrift sind als PDF-Datei unter www.gazetakrynicka.pl zu finden.


“Rocznik Ruskiej Bursy” / “Ricznyk Ruskoj Bursy”

Das Jahrbuch wird seit 2005 von der Vereinigung Ruska Bursa in Gorlice herausgegeben. Chefredakteurin ist Helena Duć-Fajfer. Bisher erschienen 7 Bände, die Auflage liegt bei 500 Exemplaren. Sie ist die einzige wissenschaftliche Zeitschrift der Ruthenen weltweit und eine der zwei wissenschaftlichen Zeitschriften der nationalen und ethnischen Minderheiten in Polen. Das Jahrbuch wird zum Teil in der Lemken-Sprache, zum Zeit in Polnisch redigiert.

Informationen über das Jahrbuch sind unter www.ruskabursa.org zugänglich.

Von den in Pfarreien erscheinenden Pressetiteln sind folgende Monatsschriften nennenswert:

“Bethania: Pismo Parafii Najświętszego Serca Pana Jezusa w Nowym Sączu”, die älteste Zeitschrift in der Pfarrei, die seit 1992 erscheint. Chefredakteur ist Paweł Adamarek. Es erschienen bis heute 188 Hefte, die Auflage beträgt 750 Exemplare. Die Hefte sind ab Juni 2001 unter www.bethania.pl zugänglich;

“Z Grodu Kingi: Starosądeckie Pismo Parafialne” der Römisch-Katholischen Pfarrei St. Elisabeth von Ungarn, die seit Juni 1997 erscheint. Bisher erschienen 181 Hefte, die Auflage beträgt 700 Exemplare. Die Zeitschrift ist eine Informationsquelle über kulturelle und religiöse Events, die Geschichte und mit Stary Sącz verbundene Menschen. Sie wird von Jolanta Czech und Jan Czech redigiert.


In Nowy Sącz erscheinen zwei Tourismuszeitschriften: seit 1990 “Beskid” der Polnischen Tatra-Gesellschaft Niederlassung Nowy Sącz und seit 1991 “Echo Beskidu” der Polnischen Gesellschaft für Tourismus und Landeskunde (PTTK) Niederlassung Nowy Sącz.

Beachtenswert sind auch Pressetitel, die außerhalb der Region herausgebracht werden und die Thematik des Raumes Nowy Sącz aufgreifen:

Jahrbücher: “Magury”, “Prace Pienińskie”, “Almanach Nowotarski”, “Rocznik Orawski”

Vierteljahresschriften: “Almanach Karpacki Płaj”, “Orawa”, “Na Spiszu”, “Almanach Ziemi Limanowskiej”, “Herito’.

 

 

 

Kapitel 4. Jährlicher Szczęsny-Morawki-Preis für das beste Buch über die Region Nowy Sącz

Vergabeordnung für den Szczęsny-Morawski-Preis

1. Der Preis ist ein jährlicher Ehrenpreis und wird für das beste, im Vorjahr herausgebrachte Buch, das der Entdeckung neuer Blätter in der Geschichte des Raumes Nowy Sącz dient, vergeben.

2. Der Preis wurde im Jahre 2007 von dem Muszyna Almanach (“Almanach Muszyny“), der Polnischen Historischen Gesellschaft Niederlassung Nowy Sącz, der Zeitschrift "Rocznik Sądecki", dem "Almanach Sądecki" und dem Bezirksmuseum Nowy Sącz gestiftet.

3. Publikationen, die für den Preis kandidieren, können von Regierungs- und Selbstverwaltungsorganen, Berufsorganisationen und Verbänden, Kulturinstitutionen, Vereinigungen, Stiftungen, Glaubensgemeinschaften, Verlagen und natürlichen Personen vorgeschlagen werden.

4. Das ausgefüllte Anmeldeformular von Publikationen, die sich um den Preis bewerben, ist beim Kapitelsekretär bis Ende Februar eines jeden Jahres unter redakcja@almanachmuszyny.pl einzureichen. Das Formular ist unter www.almanachmuszyny.pl und www.sadeczanie.net herunterzuladen. Darüber hinaus ist ein Exemplar des zum Preis vorgeschlagenen Buches an die Anschrift der Redaktion des “Muszyna Almanachs“ (Willa "Wanda", ul. Piłsudskiego 56, 33-370 Muszyna, Tel. 018 471-48-59) per Einschreiben zu übersenden. Alle eingesandten Arbeiten werden in einer speziellen Abteilung der Öffentlichen Bibliothek in Muszyna zusammengetragen.

5. Der Preis wird von dem Kapitel vergeben, dem von Amts wegen angehören: der Präsident der Polnischen Historischen Gesellschaft Niederlassung Nowy Sącz als Kapitelvorsitzender, die Chefredakteurin des "Muszyna Almanachs" als Kapitelsekretärin, der Vorsitzende des Redaktionskomitees der Zeitschrift "Rocznik Sądecki", der Chefredakteur des "Almanach Sądecki" und der Leiter des Bezirksmuseums Nowy Sącz als Kapitelmitglieder.

6. Das Kapitel berücksichtigt bei der Preisvergabe insbesondere Folgendes:

  • die wissenschaftlichen und Erkenntniswerte des für den Preis kandidierenden Werkes,
  • den in der Publikation behandelten Themenkreis,
  • die Art der Thematik, der das Werk gewidmet ist; es geht um das Aufgreifen von Themen, die in Sammelpublikationen nicht behandelt wurden,
  • Verwendung nicht veröffentlichter Archivquellen,
  • Verwendung nicht veröffentlicher Illustrationen,
  • Sorgfalt des Verlegers der Publikation.

7. Das Kapitel entscheidet nach Möglichkeit im Konsens; bei notwendiger Abstimmung entscheidet bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden. Werden zum Preis Bücher gemeldet, die von Institutionen herausgegeben wurden, deren Vertreter Kapitelmitglieder sind, sind diese nicht stimmberechtigt.

8. Das Kapitel behält sich vor, auf eine Preisvergabe zu verzichten, wenn die zum Preis vorgeschlagenen Publikationen nach Ansicht des Kapitels die unter Ziffer 7 genannten Kriterien nicht erfüllen.

9. Der Preis wird an den ersten Julitagen im Rathaus des Galizischen Städtchens in Nowy Sącz in Gegenwart von mindestens drei Kapitelmitgliedern überreicht.

10. Der Preis ist eine Plakette in Form einer gravierten, in Holz gefasster Steinplatte. Sie wird individuell für jede weitere Edition angefertigt.

11. Das Kapitel beantragt bei dem Landrat von Nowy Sącz die Vergabe an den jeweiligen Preisträger der Auszeichnung “Der Silberapfel von Nowy Sącz“.

12. Das Kapitel verbreitet das Wissen über den Preis in Wissenschaftler- und Verlegerkreisen; es wird auch die preisgekrönten Arbeiten fördern.

Die feierliche Übergabe des Preises findet jedes Jahr im Rathaus des Galizischen Städtchens in Nowy Sącz in den ersten Julitagen während des Nowy Sącz-Presseforums statt.

Die Gedenkstatuette des Szczęsny-Morawski-Ehrenpreises “SĄDECCZYZNA” wurde vom Denkmalpfleger in Nowy Sącz Józef Stec entworfen und wird von ihm auch angefertigt. Eine Platte aus grünem Marmor mit der gravierten und goldbeschichteten Inschrift: “SĄDECCZYZNA, der Szczęsny-Morawski-Preis für die beste Publikation zur Geschichte und Kultur des Raumes Nowy Sącz” ist in Eichenholz (27 x 27 cm) eingefasst. Neben der Inschrift befindet sich das Wappen der Region Nowy Sącz. Eigenholz und Stein symbolisieren als natürliche Rohstoffe die reiche Natur dieser Region und zugleich die Tradition. Die einzigartige Statuette wird jedes Jahr neu angefertigt.

Preisträger des Szczęsny-Morawski Ehrenpreises SĄDECCZYZNA

1. PREISEDITION

Die ersten Preisträger, die ebenfalls mit dem Preis des Landrats von Nowy Sącz “Silberapfel des Raumes Nowy Sącz“ geehrt wurden, waren Piotr und Tadeusz Łopatkiewicz aus Krosno. Sie sind Autoren des im Jahre 2007 vom Nationalmuseum Krakau herausgebrachten zweibändigen Werkes u.d.T.: Stanisława Tomkowicza Inwentarz zabytków powiatu sądeckiego. Z rękopisów Autora wydali i własnymi komentarzami opatrzyli Piotr i Tadeusz Łopatkiewiczowie (Das Inventar der Denkmäler im Kreis Nowy Sącz von Stanisław Tomkowicz. Von Piotr und Tadeusz Łopatkiewicz aus den Manuskripten des Autors herausgegeben und mit eigenen Kommentaren versehen).

Diese Arbeit kann solch monumentalen Werken wie Sądecczyzna (Die Region Nowy Sącz) von Szczęsny Morawski und den Arbeiten von Priester Jan Sygański gleichgestellt werden. Das Buch mit sorgfältig vorbereiteten Kommentaren, gewissenhaft bearbeitetem Manuskript und reichem Illustrationsmaterial ist eine wichtige Publikation für Forscher der Kunstgeschichte im Raum Nowy Sącz.

Die feierliche Übergabe der Auszeichnung von den Kapitelvertretern fand am 4. Juli 2008 im Galizischen Städtchen in Gegenwart des stellvertretenden Landrats von Nowy Sącz Mieczysław Kiełbasa und des Abgeordneten zum Sejm der Republik Polen Bronisław Dutka statt. Nach der Überreichung des Preise und der Diplome an die Autoren schilderten sie ihre Arbeit an diesem Werk und präsentierten auch ein Porträt des Autors des Manuskripts Stanisław Tomkowicz.

2. PREISEDITION

Preisträger der 2. Preisedition wurde Jerzy Leśniak. Er erhielt diesen Preis für sein Buch Szkoła Chrobrego 1908–2008 (Die Chrobry-Schule 1908-2008) als beste Publikation zur Geschichte und Kultur der Region Nowy Sącz, die im Jahre 2008 herausgegeben wurde. Der Preis wurde von Vertretern der Wettbewerbsorganisatoren, u. z. der Polnischen Historischen Gesellschaft Niederlassung Nowy Sącz, der Redaktion des “Muszyna Almanachs“ und des Bezirksmuseums Nowy Sącz überreicht. Die feierliche Übergabe des Preises fand am 3. Juli 2009 im Rathaus des Galizischen Städtchens statt.

In den im Namen der Wettbewerbsveranstalter gehaltenen Lobreden betonten Leszek Zakrzewski, Präsident der Polnischen Historischen Gesellschaft Niederlassung Nowy Sącz, und Bożena Mściwujewska-Kruk, Chefredakteurin des “Muszyna Almanachs ”, den enormen Arbeitsaufwand des Autors, der ein für künftige Forscher der Geschichte des Bildungswesens im Raum Nowy Sącz wertvolles Faktenmaterial gesammelt hat, und stellten das preisgekrönte Buch als vorbildliches Beispiel für die Bearbeitung der Geschichte der Schule dar.

Im Namen des Landrats von Nowy Sącz Jan Golonka wurde der “Silberapfel von Nowy Sącz” dem Preisträger von Józef Zygmunt, Mitglied der Kreisverwaltung Nowy Sącz überreicht.

3. PREISEDITION

Am 2. Juli 2010 wurde im Rathaussaal des Galizischen Städtchens der Szczęsny-Morawski-Preis zum dritten Mal feierlich überreicht. Vom Kapitel wurde das im Jahre 2009 erschienene Buch Nowosądecka Lista Katyńska (Die Katyń-Liste in Nowy Sącz) preisgekrönt. Der Autor dieser Publikation Jerzy Giza, Unabhängigkeitskämpfer und Historiker, Enkel von gen. Józef Giza, Gründer und Leiter einer nichtöffentlichen Grundschule und eines Gymnasiums in Krakau, arbeitete über zehn Jahre an der zweiten Ausgabe seiner Arbeit. Sie beinhaltet 224 Biogramme von in Katyń umgebrachten Personen, die aus dem Raum Nowy Sącz stammten. Die feierliche Übergabe des Preises fand während des Nowy Sącz-Presseforums im Galizischen Städtchen statt. Eine Lobrede hielt der Präsident der Polnischen Historischen Gesellschaft Leszek Zakrzewski.

Der Preis wurde dem Preisträger von der Chefredakteurin des “Muszyna Almanachs” Bożena Mściwujewska-Kruk und vom Leiter des Bezirksmuseums Nowy Sącz Robert Ślusarek überreicht. Im Namen des Landrats von Nowy Sącz Jan Golonka überreichte Direktor Ślusarek dem Preisträger den “Silberapfel von Nowy Sącz” in Anerkennung seiner Verdienste um die Kultur der Region Nowy Sącz. Jerzy Giza bedankte sich für den Preis und hielt einen Vortrag über die Vaterlandsliebe.

4. PREISEDITION

Am 1. Juli 2011 wurde während des 2. Nowy Sącz-Presseforums der Szczęsny-Morawski-Preis für ein Buch über die Region Nowy Sącz, das im Jahre 2010 erschien, verliehen. In der 4. Edition wurde vom Kapitel Dr. Józef Skrabski, Adjunkt am Institut für Kunst- und Kulturgeschichte der Päpstlichen Johannes-Paul-II.-Universität für seine Arbeit Kościoły Grybowa. Monografia historyczno-artystyczna (Die Kirchen in Grybowo. Eine historisch-künstlerische Monographie), Krakau 2010, 478 S. ausgezeichnet. Das preisgekrönte Buch ist eine historisch-künstlerische Monographie, die aus Zeitperspektive über die in den städtischen Kirchen in Grybowo eintretenden Veränderungen berichtet: in der Pfarrkiche, in der Kirche St. Bernardin (Holzkirche aus dem 15. Jh.) und zwei anderen mittelalterlichen Holzkirchen, die es bereits im 19. Jh. nicht mehr gab, aber in Archivquellen dokumentiert sind.

Der Preis wurde dem Preisträger von den Kapitelmitgliedern: Robert Ślusarek, Bożena Mściwujewska-Kruk, Leszek Migrała und dem Landrat von Nowy Sącz Jan Golonka überreicht, von dem der Preisträger auch mit dem “Silberapfel von Nowy Sącz” geehrt wurde.

5. PREISEDITION

Am 6. Juli 2012 wurde im Galizischen Städtchen in Nowy Sącz während des 3. Nowy Sącz- Presseforums der Szczęsny-Morawski-Jubiläumspreis für das beste Buch von 2011 über die Region Nowy Sącz verliehen.

Im Jahre 2012 wurde vom Kapitel Priester Jan Kudelka für seine Arbeit Kościół na Sądecczyźnie w godzinie próby 1939–1945 (Die Kirche im Raum Nowy Sącz in der Probestunde 1939-1945) preisgekrönt. Eine Lobrede hielt Priester Dr. Jan Piotrowski, Probst des Kollegiatskapitels Nowy Sącz. Die Arbeit enthalt die Geschichte im Umriss der Kirche im Sandezer Land von 1772 bis 1939. Sie stellt die Hauptepisoden der Nazibesatzung im Raum Nowy Sącz, die Tätigkeit der katholischen Kirche und Repressalien der Nazibesatzer gegenüber der Kirche und dem Klerus dar. Der Autor beschreibt aus eigener Sicht die Naziverbrechen in Biegonice (1939–1941) und bringt dem Leser weltliche und geistliche Märtyrer aus dem Raum Nowy Sącz zur Zeit der Nazibesatzung näher. Der Arbeit wurden viele unbekannte persönliche Erinnerungen des Autors zugrunde gelegt.

 

 

 

Kapitel 5. Stipendienfonds des Muszyna Almanachs

Der Stipendienfonds des Muszyna Almanachs existiert seit 1999, als das erste zehnmonatige Stipendium und zwei einmalige Stipendien gewährt wurden. In den fast 15 Jahren des Bestehens des Stipendienfonds stieg die Zahl der Stipendiaten auf über 250 und der Gesamtwert der Stipendien auf mehr als 250.000 PLN. Stipendien des Muszyna Almanachs richten sich an wissenschaftlich oder künstlerisch talentierte Jugendliche, die auch ehrenamtlich tätig sind. Auch die materielle Situation der Bewerber wird in Betracht gezogen.

Die Vergabe der Stipendien erfolgt nach der Vergabeordnung für Stipendien der Vereinigung der Freunde des Muszyna-Almanachs. Zu Beginn des Schuljahres wird ein Kommuniqué mit Richtlinien über die Arten und die Anzahl der Stipendien, die für das nächste Schuljahr gewährt werden, öffentlich bekannt gegeben. So haben alle Schüler, die sich um ein Stipendium bewerben, gleiche Chancen, sie wissen, dass sie fleißig lernen müssen, um im Folgejahr das Stipendium zu bekommen. Dies soll auf die Schüler mobilisierend wirken.

Stypendien werden in fünf Kategorien gewährt:

     

  • wissenschaftliche Stipendien für das beste Abitur-Zeugnis (die höchste Punktezahl),
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  • sozial-wissenschaftliche Stipendien für die besten und ehrenamtlich tätigen Schüler von der Allgemeinbildenden Oberschule in Muszyna und den Gymnasien in Muszyna, Powroźnik und Złockie, die auf Grund ihrer materiellen Verhältnisse einer finanziellen Unterstützung bedürfen,
  •  

  • künstlerische Stipendien für talentierte Jugendliche, die auf Grund ihrer materiellen Verhältnisse einer finanziellen Unterstützung bedürfen,
  •  

  • sozial-wissenschaftliche Stipendien für begabte Jugendliche aus Stará Ľubovňa in der Slowakei, die in Zusammenarbeit mit der Vereinigung AMOS vergeben werden,
  •  

  • wissenschaftlich-soziale Stipendien (die sog. Überbrückungstipendien) für Abgänger der Oberschule in Muszyna, die ein Hochschulstudium aufgenommen haben.

Das System der Kandidatenaufstellung ist mit den Lehrerversammlungen: der Allgemeinbildenden Oberschule in Muszyna, der Staatlichen Musikschule in Krynica sowie der Gymnasien in Muszyna, Złockie und Powroźnik verbunden. Nach einer eingehenden Analyse der Noten und Leistungen der Jugendlichen werden Kandidaten für ein Stipendium des Muszyna Almanachs aufgestellt. Jugendliche, die überzeugt sind, dass sie alle Kriterien des Stipendienfonds erfüllen, haben selbstverständlich die Möglichkeit, sich selbst bei der Lehrerversammlung um ein Stipendium zu bewerben. Von der Vereinigung wurden Stipendienkomitees ins Leben gerufen, die entscheiden, ob ein Bewerber Stipendiat des Muszyna Almanachs wird und in welcher Höhe er das Stipendium bekommt. Mitglieder der Komitees müssen vor allem vor außerhalb Muszyna und Krynica kommen, darüber hinaus für dafür gesorgt, Interessenkonflikte zu vermeiden.

Anfang Juli werden vom Komitee für wissenschaftliche und wissenschaftlich-soziale Stipendien Gespräche mit den Bewerbern geführt und auf dieser Grundlage über die Vergabe des Stipendiums und dessen endgültige Höhe entschieden. Das Komitee für künstlerische Stipendien entscheidet auf Grund eines öffentlichen Konzerts der Bewerber, das auch im Juli stattfindet, an wenn die künstlerischen Stipendien gehen.

Die feierliche Übergabe der Stipendien findet immer am ersten Julisamstag im “Wandas Garten“ in Muszyna während des jährlichen Meetings der Freunde des Muszyna Almanachs, in Gegenwart der Stifter des Stipendienprogramms statt. Stipendienverträge werden Ende der Sommerferien unterschrieben. Die Stipendien werden auf Bankkonten der Stipendiaten oder deren Eltern eingezahlt.

Während des Meetings im Jahre 2013 wird der 15. Jahrestag der Vergabe des ersten Stipendiums des Muszyna Almanachs gefeiert. An diesem Tag geben sich hier alle Stipendiaten des Muszyna Almanachs ihr Stelldichein.

Das Kapital des Stipendienfonds des Muszyna Almanachs setzt sich zusammen aus freiwilligen Einzahlungen für den Vertrieb des Jahrbuches “Muszyna Almanach“ und der Förderung der Bathóry-Stiftung im Rahmen des Programms “Die Chancengleichheit“ und der Bildungsstiftung für Unternehmertum im Rahmen des Programms “Überbrückungsstipendien“. Gefördert werden die Stipendien auch von der Genossenschaft “Muszynianka”. Alle Spender werden in weiteren Ausgaben des "Muszyna Almanachs" und unter www.almanachmuszyny.pl genannt. Eigens für den Stipendienfonds wurde ein Konto bei der Bank PKO BP eröffnet, auf das Spenden zum Stipendienfonds überwiesen werden können, Kto-Nr. 45 1020 3453 0000 8402 0175 8861, Kontoname: Stowarzyszenie Przyjaciół Almanachu Muszyny. 100% der Einzahlungen werden für Stipendien bereitgestellt.

Zur Pflege der Kontakte zu ehemaligen und aktuellen Stipendiaten wurde die Unterseite Krąg Stypendystów unter www.almanachmuszyny.pl eingeführt, wo Informationen über unsere Stipendiaten gebracht werden. Diese Seite ist eine Informationsquelle sowohl für die Stipendiaten als auch über sie selbst. Die Kontaktpflege zu ehemaligen und aktuellen Stipendiaten des Muszyna Almanachs wird von der Gesellschaft mit Hilfe neuester Datenübertragungstechnologie gewährleistet. Die Stipendiaten besitzen neben ihrer eigenen Seite ihre Konten auf den Sozialportalen und benutzen E-Mail-Adressen. Einmal jährlich kommen sie zusammen, um zu beschließen, an welchen Initiativen der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs (SPAM) sie teilnehmen wollen, oder um ihre neuen Projekte zu präsentieren.

Um die Stipendiaten bei der Planung ihrer Berufskarriere zu unterstützen, wird ein jährliches Meeting mit Personen aus verschiedenen Sektoren des sozialen Lebens und der Wirtschaft organisiert, die im Berufsleben erfolgreich sind. Die besten Stipendiaten nehmen am Forum Junger Leader teil, das parallel zum jährlichen Wirtschaftsforum in Krynica abgehalten wird.

Recherchen von Nichtregierungsorganisationen betreffend das Schicksal von jenen, die als Jugendliche vor allem wissenschaftliche Stipendien bekommen haben, ergeben, dass diese Personen zu 80% ein Hochschulstudium absolvieren. Dies gilt auch für unsere Stipendiaten, was die Zweckmäßigkeit unseres Programms bestätigt. Die Datenerfassung über unsere Stipendiaten ist ein wichtiger Ansatzpunkt für die SPAM-Tätigkeit. Dies bestätigt, wie wichtig der Stipendienfonds für lokale Jugendliche ist. Die Ausbildung der jungen Generation ist der Entwicklung der gesamten Region förderlich.

Einige unserer ehemaliger Stipendiaten wurden SPAM-Mitglieder, was für uns wichtig ist, denn dies zeugt davon, dass mit Stipendien des Muszyna-Almanachs das Bewusstsein der jungen Generation zu einer aktiven Mitwirkung am Leben der lokalen Gemeinschaft geprägt wird; sie will sich auch auf diese Weise der Gesellschaft für die finanzielle Unterstützung, die ihr in der Ausbildungszeit zuteil geworden ist, bedanken.

Kapitel 6. Regelmäßig wiederkehrende Wettbewerbe und Events und polnisch-slowakische Zusammenarbeit

Fotowettbewerb “Architektonisches Detail”

Eine wertvolle Initiative zur Dokumentierung von der Zerstörung bedrohter architektonischer Details ist der seit dem Jahr 2002 ausgeschriebene Fotowettbewerb. Mitveranstalter des Wettbewerbs sind die Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs (SPAM) und die Fotografengesellschaft Krynica. Jedes Jahr betrifft der Wettbewerb eine andere Ortschaft oder hat ein anderes Thema. So zeigten Wettbewerbsteilnehmer besonderes Interesse an den Ortschaften: Muszyna, Krynica, Żegiestów, Tylicz sowie Stará Ľubovňa und Bardiov in der Slowakei, weiter an Bahnobjekten, Brücken, Laufbrücken u.a. Jede Wettbewerbsedition wird durch eine von den Veranstaltern berufene Jury beurteilt, und preisgekrönte Arbeiten werden in einer Gelegenheitsausstellung in der Galerie in der Haupttrinkhalle zu Krynica präsentiert. Dann wird die Ausstellung in anderen Ortschaften in Polen gezeigt. Im Jahre 2008 fand im Museum der Erde der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN) Warschau eine Ausstellung von Fotos aus einigen Wettbewerbseditionen statt. Preisgekrönte Arbeiten werden auch im “Muszyna Almanach” veröffentlicht. Die zusammengetragene umfassende Fotodokumentation ist auch in elektronischer Form zugänglich und ist von hohem Dokumentations- und Lehrwert. Der Wettbewerb steht für alle offen, und daran nehmen sowohl Fotoamateure als auch erfahrene Kunstfotografen aus vielen polnischen Städten und aus der Slowakei teil. Im Jahre 2013 wird der Themenkreis des Wettbewerbs ausnahmsweise von dessen Schwerpunktthema abweichen und “Die Gesichter des Poprad-Tals“ zum Thema haben.

Poesie-Wettbewerb “Um den Poprad-Lorbeer von Jan Kochanowski“

Im Jahre 2011/2012 fand die erste Edition des Wettbewerbs “Um den Poprad-Lorbeer von Jan Kochanowski“, die von der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs (SPAM) und der Cyprian-Norwid-Literaturgesellschaft mit Sitz in Nowy Sącz veranstaltet wurde, statt. Programmziele des Wettbewerbs sind vor allem die Entdeckung der Schönheit von Muszyna und Umgebung und die Erforschung der Geschichte und Kultur dieser Region. Der Wettbewerb umfasst zwei Kategorien: Gedichte und poetische Werke sowie Limericks. Beide Kategorien hatten großen Zulauf, zahlreiche Dichter aus vielen Regionen Polens haben ihre Werke eingesandt. In die Jury wurden eingeladen: der Muszyna nahe stehende Dichter Adam Ziemianin als Juryvorsitzender, der Krakauer Dichter Józef Baran, Jurymitglied bei Literatur-Wettbewerben, der Präsident der Cyprian-Norwid-Literaturgesellchaft und Dichter Witold Kaliński und das Mitglied der genannten Gesellschaft Monika Fabisiak als Sekretärin. In den zum Wettbewerb eingesandten Gedichten wurden die Schönheit von Muszyna besungen und die Erlebnisse, Eindrücke oder Begegnungen ihrer Autoren mit der umliegenden Natur verarbeitet, die Limericks wählten Gegenwartsthemen, mit Sympathie und mitunter mit Ironie (typisch für Limerick als Gattung) schilderten sie das Alltagsleben in Muszyna sowie nahmen zu bekannten Persönlichkeiten und Ereignissen in der Stadt Stellung. In einer zweistufigen Vorausscheidung wurden Preisträger ermittelt, die feierliche Übergabe der Preise erfolgte in der Öffentlichen Bibliothek in Muszyna, am Tag des jährlichen Meetings der Freunde des Muszyna-Almanachs. Die preisgekrönten Arbeiten wurden im “Muszyna Almanach” veröffentlicht. Die Veranstalter planen eine weitere Wettbewerbsedition für das Jahr 2014 und dann alle zwei Jahre.

Polnisch-Slowakisches Tennisturnier in Zapopradzie

Seit inzwischen 15 Jahren findet in den ersten Julitagen in Zapopradzie in Muszyna das alljährliche polnisch-slowakische Tennisturnier statt. An dem Open-Turnier können alle Interessierten teilnehmen. Hauptschiedsrichter ist Andrzej Koszucki.

Polnisch-Slowakisches Kammer-Fahrradrennen “Poprad-Schleife”

Mit Erfolg endete das 1. Polnisch-Slowakiche Kammer-Fahrradrennen "Poprad-Schleife". Am 18. August 2012 legten 50 Teilnehmer aus Polen und der Slowakei in einer ausgezeichneten Atmosphäre über 41 km auf der malerischen Strecke: Muszyna-Leluchów- Plavnica-Malý Lipnik-Legnava-Muszyna bei einer Gesamthöhe der Erhebungen 432 m zurück. Das erfolgreiche Rennen soll in den Veranstaltungskalender 2013 von in ganz Polen stattfindenden Fahrradevents eingetragen werden. So bekommt Muszyna eine weitere Touristenattraktion, die Gäste anlocken wird. Die Veranstalter des Rennens: die Vereinigung der Freunde des Muszyna-Almanachs (SPAM) und die um die Förderung von Sport und Tourismus verdienstvollen Firmen in Muszyna Hans-Sport und BT Vector laden zum 2. Rennen ein, das auf der gleichen Strecke am 17. September 2013 und zum ähnlichen Termin in den kommenden Jahren ausgetragen wird.

Kalendarium: Was, wo, wann?

Unter www.almanachmuszyny.pl ist auf Betreiben von Renata Kopacz, Mitarbeiterin des “Muszyna Almanachs”, ein Veranstaltungskalender mit Informationen über bevorstehende Kultur-, Tourismus- und Sportevents im Raum Nowy Sącz sowie Veranstaltungen, die von der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs organisiert werden, geführt.

Polnisch-slowakische Zusammenarbeit

Unser Hauptpartner in der Slowakei ist die Vereinigung Amos aus Stará Ľubovňa, darüber hinaus arbeiten wir mit der Vereinigung der Freunde der Burg Stará Ľubovňa sowie dem Museum und der Bibliothek in Stará Ľubovňa zusammen.

Im Jahre 2001 wurde ein Arbeitsprogramm der Visegrád-Jugendklubs, das Jugendliche aus Muszyna, Stará Ľubovňa, Vsetin (Tschechien) und Nyiregyhaza (Ungarn) zusammenbringt, eingeleitet. In den einzelnen Ländern fanden mehrere Meetings, viele gemeinsame Seminare und Konzerte statt. Als Höhepunkt des Programms wurde der neu eröffneten Grenzbrücke Muszyna/Čirč der Name Visegrád-Brücke verliehen. An diesem Ereignis im Jahre 2004 nahmen die Ministerpräsidenten Polens und der Slowakei teil. Das Programm wird vom Internationalen Visegrád-Fonds gefördert.

Im “Muszyna Almanach ” werden zahlreiche Beiträge slowakischer Autoren in ihrer Muttersprache veröffentlicht.

Eine einzigartige Erscheinung ist das seit dem Jahr 2000 umgesetzte grenzüberschreitende Stipendienprogramm.

Zur Tradition geworden sind inzwischen seit vielen Jahren organisierte gemeinsame Konzerte polnischer und slowakischer Jugendlicher: in Stará Ľubovňa in den ersten Dezembertagen, anlässlich des Tages des Schutzpatrons von Stará Ľubovňa, und am 1. Januar in Muszyna.

Jedes Jahr finden gemeinsame polnisch-slowakische Ausstellungen sowohl diesseits als auch jenseits der Grenze statt.

 

 

Kapitel 7. Meetings der Freunde des Muszyna Almanachs

An jedem ersten Julisamstag findet im “Wandas Garten” in Muszyna ein Meeting der Autoren und Freunde des “Muszyna Almanachs“ zur Förderung eines neuen Jahrbuches dieser Publikation und zur Vergabe von Stipendien an talentierten Nachwuchs statt.

Als 1991 das erste Jahrbuch des “Almanachs“ erschien, wurde aus diesem Anlass ein bescheidenes Treffen der damals noch kleinen Autorengruppe organisiert. Daran nahmen 7 Personen teil; ähnlich war es in den darauf folgenden Jahren anlässlich weiterer Ausgaben des Jahrbuches, wobei die Teilnehmerzahl von Jahr zu Jahr zunahm.

1995 wurde von den Gastgebern erstmals für die Gäste eine Überraschung eingeführt: ein Sonderabzeichen mit Kotillon, das oft mit scherzhaften Aufschriften versehen war. So waren 1996 auf dem Kotillon die Aufschrift “Witaj brachu w Almanachu” (Willkommen im Almanach) und 1997 die Worte: “Czytam Almanach, kocham Muszynę“ (Ich lese den Almanach, ich lebe Muszyna) zu lesen. 1997 wurde erstmals auch ein Leitmotiv des Meetings eingeführt. Es lautete “Der Hawaii-Tag“. Die Teilnehmer mussten Kostüme tragen, die an die Tradition dieser schönen Insel anknüpften. Ehrengast des Meetings wurde die um Muszyna und die Leserschaft verdienstvolle damalige Leiterin der Städtischen Bibliothek in Muszyna Łucja Bukowska, die eng mit dem “Almanach“ zusammenarbeitete. In den darauf folgenden Jahren nahm nicht nur die Zahl der Autoren, sondern auch der Freunde von Muszyna und Umgebung zu. Im Jahre 2000, anlässlich der Förderung des 10. Jahrbuches, nahmen an dem Meeting bereits mehr als 200 Personen teil.

Es fehlte nicht an Ideen für Leitmotive weiterer Meetings, und da auch von Freunden die Verkleidungsidee aufgegriffen wurde, wurden jährlich Wettbewerbe mit Preisvergabe für die besten Kostüme organisiert.

Im Laufe der Meetings der Almanach-Freunde am ersten Julisamstag wird eine Liste der “Almanach“-Stipendiaten, an die sowohl Forschungs- als auch Musikstipendien vergeben wurden, bekannt gegeben. Erstmals wurden Forschungsstipendien anlässlich der Förderung des 9. Jahrbuches 1999 und Künstlerstipendien aus Anlass der Förderung des 12. Jahrbuches im Jahre 2002 vergeben. Ab 2003 werden auch Stipendien an die besten Schüler des Gymnasiums in Stará Ľubovňa in der Slowakei verliehen.

In den darauf folgenden Jahren wurden die Almanach-Meetings unter weiteren Mottos abgehalten: Im Jahre 1998 fiel es auf den 4. Juli und wurde dem Unabhängigkeitstag der USA gewidmet, Ehrengast war der namhafte Dichter Adam Ziemianin, gebürtig zu Muszyna. Auf dem Kotillon konnte man lesen: “Unser Sheriff ist Adaś Z“. “Wandas Garten“ wurde mit entsprechenden Dekorationen verziert, unter denen Sattel und anderes Reiter- und Cowboyzubehör nicht fehlten und die Gäste als Indianer, Cowboys und Reiter verkleidet waren. Ein Jahr darauf galt das Leitmotiv: “Die 20er Jahre, die 30er Jahre”, und der Kotillon hatte eine entsprechende Aufschrift. Ehrengast war im Jahre 2000 der verdienstvolle Gemeindevorsteher von Andrzejówka Julian Semczyszak, der 40 Jahre lang ununterbrochen das Amt ausübte, und das Motto lautete: “Muszyna an der Kreuzung der Kulturen“. Entsprechend dem Leitmotiv gab es als Dekoration des “Wandas Gartens“ mehrsprachige Spruchbänder mit den Worten: “Herzlich willkommen“, die Gäste trugen polnische und Volkstrachten anderer Nationalitäten oder waren als Bürger von Muszyna verkleidet. Im Jahre 2001 galt das Leitmotiv “Räuberschmaus“, deshalb wimmelte es im “Wandas Garten“ von Räuberinnen und Räubern, Janosiks und Ondraszeks verschiedener Nationalitäten. Ehrengast dieses Meetings war Juliusz Jarończyk, namhafter Kunstfotograf und Modellbauer aus Muszyna, Mitbegründer der Erfolge von Modellbauern im Rahmen des Modellbauklubs “Zefirek”. Im Jahre 2002 amüsierten sich die Gäste “im Rock&Roll-Rhythmus”, und Ehrengast war der im Jahre 2004 verstorbene Bauernaktivist, Redakteur Henryk Wiśniewski aus Muszyna. Im Jahre 2003 wurden die langjährigen Anhänger, Mitarbeiter und Freunde des “Almanachs“, die Slowaken Gabriela und Jan Malastovec aus Stará Ľubovňa geehrt. Das Leitmotiv lautete dementsprechend: “Der Slowakei-Tag“. In den darauf folgenden Jahren wurde auch für gute Unterhaltung unter verschiedenen Mottos gesorgt. Im Jahre 2004 wurde “Der Olympia-Tag“ gefeiert. Muszyna füllte sich damals mit Sportlern, griechischen Göttern etc. Im Jahre 2005 wurde ein “Ball in der Oper“ organisiert. Auch diesmal fanden sich Gäste ein, sie waren fein und wie für eine Premiere in der Oper, etwa in Mailand gekleidet, und es spielte für uns das Salonorchester Warschau. Im Jahre 2006 wurden wir in die “Verzauberte Märchenwelt“ versetzt. Damals konnten wir unmittelbar den Wolf und das Rotkäppchen, das Aschenputtel, das Schweinchen Piggi, Pippi Langstrumpf, Prizessinnen und Prinzen sowie viele interessante Märchenfiguren kennen lernen. Im Jahre 2007 wurde “Wandas Garten“ von Indianern aufgesucht, das Meeting verlief unter dem Motto “Indian Summer“. Für die Unterhaltung der Gäste sorgten Mitglieder der Gruppe Hau aus Limanowa, die die Indianerkultur der Crow vorführten, und zum Tanz spielten Anden-Indianer auf.

Auf über 300 stieg die Zahl der Gäste, mit denen wir im Jahre 2008 in die Welt der Jugend versetzt wurden, als wir anlässlich des Erscheinens des 18. Jahrbuches des “Muszyna Almanachs“ als Schüler verkleidet, unter dem Motto “Abitur“, mit dem obligatorischen Schulemblem am Ärmel zusammenkamen. Wir konnten damals Darbietungen des Kindertheaters "Łejery” aus Poznań erleben, das nach der mit Muszyna verbundenen Dichterin Emilia Waśniowska benannt wurde. Im Jahre 2009 amüsierten wir uns bei den Klängen des Zorba´s, denn das Motto lautete: “Griechenland – die Wiege unserer Zivilisation“. Die griechische Musikgruppe “Zorba“ aus Wałbrzych spielte zum Tanz auf, und rund um “Wandas Garten“ wurden Spruchbänder mit polnisch-griechischen Aufschriften befestigt, so dass wir einige neugriechische Redewendungen kennen lernen konnten. Im Jahre 2010, als das 20. Jahrbuch des “Almanachs“ erschien, fand im “Wandas Garten“ ein Maskenball statt, und zum Tanz spielte das ausgezeichnete Kurorchester Krynica unter der Stabführung von Mieczysław Smyda auf. Das Jahr 2011 stand im Zeichen der Zahl 21 (zum 21. Mal erschien das Jahrbuch des “Almanachs”), die eine Glückszahl ist, so dass das Meeting mit Blumen dekoriert wurde. Das Wetter war diesmal leider schlecht, aber für die gute Stimmung der Gäste sorgten die Darbietungen der Musikgruppe “Wesołe Harmonijki” aus Stará Ľubovňa und talentierte Nachwuchskünstler vom Kulturzentrum der Stadtgemeinde Muszyna. Im Jahre 2012 wurden wir in die verzauberte Welt der Volksglauben versetzt; ihr Stelldichein gaben sich hier Zauberer, Teufel, Hexen, Vampire, Nymphen, Wahrsager etc.

Zweck unserer Meetings nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch ein Meinungsaustausch, sie bieten eine Gelegenheit, interessante Gespräche zu führen sowie Neues zu erfahren und Informationen zu sammeln, die dann zur Ergänzung von Beiträgen verwendet werden. Diese Veranstaltungen regen dazu an, über die Geschichten von Familien aus Muszyna, Erinnerungen aus den Kinder- und Jugendzeit, Abenteuer von Kurgästen, über Menschen, denen Muszyna einst viel zu verdanken hatte, zu schreiben. Sie dienen der Anbahnung einer Zusammenarbeit, der Aufnahme von Kontakten und der Schließung von Freundschaften. Sie sind auch ein Dankeschön an jene, die mit ihren Spenden den Stipendienfonds unterstützen.

 

Herzlich willkommen an jedem ersten Julisamstag in Muszyna zum Meeting der Freunde des Muszyna Almanachs!

 

 

 

 

Kapitel 8. Geschichte von Muszyna im Umriss

Wann ist Muszyna entstanden? Diese Frage lässt sich schwer beantworten. Archäologen führen seit mehreren Jahren Grabungen, doch ist außer Burgruinen und Fundgruben in der Nähe der ehemaligen Försterei und des Gerichts der restliche Teil der Umgebung von Muszyna bisher unerforscht. Dennoch wurden im Sommer 2010 neben den Gerichtsgebäuden kleine Überreste von Kieselpfeilspitzen, wahrscheinlich aus der jungen Altsteinzeit, von vor etwa achttausend Jahren v.u.Z., freigelegt.

Die Bestimmung des genauen Entstehungsdatums von Muszyna bereitete seit Jahren den Forschern der Karpaten-Geschichte erhebliche Schwierigkeiten. Seit über 150 Jahren wird in unserer Geschichtsschreibung die falsche Behauptung verbreitet, dass Muszyna erstmals 1209 urkundlich erwähnt worden sei. Diese Information wurde einer auf das Jahr 1209 datierten und von König Andreas II. von Ungarn an Demetrios de Rascha ausgestellten Urkunde über die Erhebung von Zöllen in Ujfalu (heute Pečovska Ves am Torysa-Fluss bei Prešov) entnommen. Darin befindet sich ein Auftrag an Kaufleute, die Waren nach Ujfalu brachten, diese Zollstelle nicht umzugehen: “usque ad fluvium pop rath versus Muschina”. Das Dokument sei in der für das 16. Jh, typischen Schreibweise abgefasst worden und sei ein Falsifikat. Ungarische Forscher behaupteten seit Jahren, dass es im 17. Jh. gefälscht worden sei. Leider hielten polnische Forscher seit 1864 (auf Veranlassung von Eugeniusz Janota) das Dokument für echt. Obwohl von dem verdienstvollen Geschichtsforscher Franciszek Piekosiński 1874 der erste Band des Kodeks dyplomatyczny katedry krakowskiej (Diplomatischer Codex des Krakauer Doms) mit zwei Urkunden von 1288 herausgegeben wurde, in denen zweifelsfrei Muszyna (als “Mussina que iacet sub Ungaria”, u.z. an der Grenze mit Ungarn liegend) erwähnt wird. Fügen wir hinzu, dass die ältesten Urkunden für Muszyna und dessen Lage 1889 von Franciszek Piekosiński präzise und fehlerlos besprochen wurden.

Die erste stichhaltige Erwähnung von Muszyna als Ortschaft (aber noch nicht als Stadt) stammt also aus den Urkunden des Krakauer Herzogs Leszek des Schwarzen vom 18. und 23. Mai 1288 und betrifft den Vergleich, der damals zwischen dem Comes Mironieg, Sohn von Dzierżykraj, Kastellan von Połaniec, und Bogusława, Ehegattin von Mironieg (als Erbin des vor 1279 verstorbenen Krakauer Domherren Wysz von Niegowić mit dem Geschlechtswappen Półkozic) und dem Krakauer Bischof geschlossen wurde. Wysz von Niegowić vermochte dem Krakauer Bischof Paweł von Przemankowo seine Privatgüter: das Dorf Świniarsko bei Nowy Sącz und das Dorf Muszyna. 1288 gab es also eine kleine Burg auf dem Berg zwischen der Einmündung der Bächer Szczawnik und Muszynka in die Poprad und das Dorf Muszyna. 1973-1974 wurden von der Archäologin Maria Cabalska die Burg, ca. 200 m nordöstlich von den Burgruinen entfernt, erforscht und deren Überreste: ein Stein-Holz-Erdwall mit einem in der Mitte stehenden Holzgebäude, der sog. Säule freigelegt. Die Burg am Hang des Koziejówka-Berges sollte den polnischen Besitzstand in diesem Raum schützen, denn damals wurden von den Ungarn die Dörfer östlich von Muszyna: Čirč an der Poprad, Nowa Wola ( Ruska Voľa), Obručne, Lenartov, Malcov i Lukov an der Topla besetzt. Das wenig in der polnischen Literatur bekannte Dokument der Spišská Kapitula (Zipser Kapitel) für den ungarischen König Karl Robert von Anjou vom 22. April 1323 mit Information über die den Burgen Lubovna und Plavec gehörenden Gütern berichtet über die damalige polnisch-ungarische Grenze, die von Mniszek (Mniška) an der Poprad bei Piwniczna, flussaufwärts bis zum Flüsschen Muszynka und weiter zu seinen Quellen am Tylicz-Pass, die Berge Jawor (809 m) und Chorgo (Wysoka Horka 765 m) führte, wobei die Grenze entlang des Flüsschens Muszynka verlief (im Dokument: “aqua Mussina vocata”). Die Spišská Kapitula behauptete, dass das Gebiet am linken Muszynka-Ufer Ungarn gehörte, was darauf schließen lässt, dass das damalige Dorf Muszyna das Gebiet zwischen der Burg auf dem Koziejowka-Berg und dem Flüsschen Szczawnik einnahm. Jedenfalls nicht das Gebiet der heutigen Stadt am linken Muszynka-Ufer. Bemerken wir, dass noch im Jahre 1296 Čirč, Ruska Vola, Obručne, Lenartov, Malcov und Lukov als Polen gehörende Dörfer urkundlich erwähnt wurden.

Eigentümer von Muszyna war seit 1294 der Krakauer Bischof Jan Muskata. Dieser nutzte seine Position als Anhänger der böhmischen Přemyslovci und gliederte 1303 bis 1305 als Starost von König Vaclav II. (seit 1297 König von Böhmen, seit 1300 König von Polen und seit 1301 König von Ungarn) das Biała-Flussgebiet vom Chełm-Berg bei Grybów bis zum Lackowa-Berg am Beskid-Pass un die Güter Muszyna ein. Bischof Muskata legte wahrscheinlich Miastko an der Muszynka als Grenzortschaft nahe des Tylicz-Passes an. Infolge eines Konflikts mit Ladislaus Ellenlang, der die polnischen Gebiete vereinte, und im Endeffekt der Teilnahme an dem Aufruhr des Krakauer Schulzen Albert büßte Muskata die Güter Muszyna ein, die ihm von Ladislaus Ellenlang 1312 weggenommen wurden.

In den darauf folgenden Jahren galt das Interesse der Ungarn dem Gebiet der künftigen Starostei Muszyna, es gelang ihnen, die Grenzen vom Dorf Łomnica bei Piwniczna bis nach Muszyna entlang am Poprad-Fluss, und im Südosten (wie bereits erwähnt) bis zum Flüsschen Muszynka zu verschieben. 1337 verlieh Karl Robert das Privileg an Rykolf Berżewicz mit Söhnen und gab ihnen “den Wald am Bach Muszyna” (Mussina pätaka feu) – das Gebiet am ganzen linken Muszynka-Ufer mit den Cergov-Bergen. Dieses Privileg wurde nicht realisiert, weil es das Gebiet Polens umfasste. Ähnlich erhielt der Comes von Zadvar Bartłomiej Pangracz 1338 die Ländereien zwischen den Flüssen Malczów und Topla, auch dieses Privileg wurde nicht realisiert. Schließlich übernahm die Familie Berżewicz 1349 erneut die ihnen 1337 verliehenen Ländereien, aber auch diese Verleihung wurde nicht realisiert, und im Jahre 1366 wurde in der Urkunde an Pławiec (Plavec, Palocsa) das Gebiet am rechten Poprad-Ufer von Leluchów und des Bachs Smereczek bis nach Muszyna als “possesio Mussina” und “Regnum Poloniae” bezeichnet.

Ein Echo dieses ungarischen Gebiets-Gelüste war das Interesse von Kasimir dem Großen am Grenzgebiet mit Ungarn an den Flüssen Poprad und Biała. 1348 legte er “auf einer rohen Wurzel“ Piwniczna und dann Muszyna an begann mit dem Bau einer Backsteinburg in Muszyna. Nach Muszyna soll das Stadtzentrum von Miastko (heute Tylicz) verlegt worden sein. Man schrieb das Jahr 1364, denn das königliche Privileg vom 29. November jenes Jahres enthielt die Genehmigung für den Schulzen Ankon zur Besiedlung der neuen Stadt Muszyna mit neuen Siedlern, insbesondere Kaufleuten, und zur Befreiung der Stadtbewohner vom Zoll in Czchów, offensichtlich um ihnen die Teilnahme am Handel mit Bochnia und Krakau zu erleichtern. Die Original-Lokationsurkunde für Muszyna wurde im 16. Jh. (durch Brände in den Jahren 1589, 1596 und 1600) zerstört, deshalb gelten die Urkunden vom 26. und 29. November 1364 als die ersten urkundlichen Erwähnungen von Muszyna als Stadt. Eine weitere Urkunde für Muszyna bezieht sich auf das Jahr 1368/1369 und ist vom Transumpt in der Urkunde von König Ladislaus Jagiello vom 5. August 1391 bekannt. Erwähnt sind darin der Schulze, die Ratsherren und das gemeine Volk “der neuen Stadt Muszyna”; der König leistete auch die Gewähr, die “nach Muszyna führenden Straßen nicht zu ändern und die durch das Städtchen fahrenden Kaufleute nicht davon abzubringen, in der Hoffnung, dass das Bürgertum die Brücken reparieren wird“.

Am 5. August 1391 verzichtete Ladislaus Jagiello auf die Rechte an Muszyna zu Gunsten des Krakauer Bischofs Jan Radlica und bestätigte zugleich alle der Stadt von Kasimir dem Großen verliehenen Rechte und Freiheiten. Seitdem war Muszyna bis 1782 Eigentum der Krakauer Bischöfe. Bereits 1770 wurde es mit dem Sandezer Land von Kaiserin Maria Theresia besetzt. Die Güter Muszyna gingen 1782 in das Eigentum der kaiserlichen Krone über.

Muszyna lebte in Ruhe in ihrem seit Jahrhunderten gleichen Rhythmus. Brände, Überschwemmungen, Hunger und Seuche nicht mitgerechnet, wurde die Stadt von den Stürmen der Geschichte verschont. Während des Krieges gegen den Deutschen Ritterorden 1410 drangen ungarische Truppen unter Sigismund von Luxemburg - damals Verbündeter des Ritterordens – in das Sandezer Land ein und versuchten, die Burg Muszyna zu erobern. Das Städtchen wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Leider gelangte das ungarische Heer 1474 bis nach Dukla, Krosno und Pilzno. Rund 200 Ortschaften, darunter Muszyna mit der Burg wurden verbrannt. Im 16. Jh. entwickelte sich die Stadt und genoss eine lange Zeit den Frieden und das Wirtschaftswachsums des gesamten Staates. Bischöfe sorgten für die Entwicklung der Stadt, die als Zentrum ihrer Güter die Hochburg des Handels der sich entwickelnden Starostei Muszyna wurde. Durch intensive Besiedlungsaktion gehörten der Starostei zwei Städte: Muszyna und Tylicz sowie 34 Dörfer. Im 17. Jh. verfiel Muszyna - es wurde wie andere ähnliche Städte als “oppidum“, d.h. stadtartig angelegte Siedlung bezeichnet, in der neben der Viehzucht und Getreideproduktion der Handel und das Handwerk konzentriert waren. Nach dem großen Brand 1596, als die Kirche, ein großer Stadtteil und zum Teil auch die Burg niederbrannten, hatte das Städtchen im Jahre 1629 20 Häuser am Marktplatz und 14 Häuser an den Gassen. Tätig waren 5 Handwerker und 7 Gerichtsvollzieher, im Jahre 1655 gab es hier 7 Gerichtsvollzieher und 8 Handwerker; 1680 waren die Zahlen gleich. Nach dem Brand 1595 wurde die Burg nicht wieder aufgebaut - die vernachlässigte Burg verfiel in den Ruin. Der Starostensitz wurde in ein neues Herrenhaus verlegt. Am Beispiel des erhaltenen Księga przyjęć do prawa miejskiego Muszyny od 1601 r. (Register von Aufnahmen in das Stadtrecht von Muszyna seit 1601) können wir annehmen, dass der Zufluss von Zuwanderern (hauptsächlich aus den der Starostei gehörenden Dörfern) nur mühevoll die demografische Degradierung der Stadt infolge Wirtschaftskrise, Kriege und Elementarkatastrophen Mitte des 17. Jh., und vor allem der schrecklichen Seuche (wahrscheinlich der Pest), durch die 1705 bis 1713 die Stadtbevölkerung um ca. 1/3 sank, aufhalten konnte. Ähnliche Folgen hatte der Hunger infolge Mißernte, insbesondere in den Jahren 1714-1715. Das Städtchen wurde von der Konföderation von Bar verschont. Trotz Stagnation erhielt Muszyna – 1676 durch Stiftung von Bischof Andrzej Trzebnicki – eine schöne Pfarrkirche aus Backstein, die ohne größere Umbaumaßnahmen bis heute erhalten ist. Damals nahm die Stadt eine Fläche von dem geräumigen Marktplatz bis zur Kirche ein. Im Süden der Stadt ist eine Herrenhausanlage als Starostensitz mit Kirche und Hofgebäuden (u.a. Sägemühle, Mühle und Brauerei) entstanden.

Erst mit der Eingliederung von Muszyna in die Habsburger Monarchie 1770 wurde die Stadtentwicklung beschleunigt. 1772 hatte Muszyna 1.105 Einwohner und 162 Häuser, im Jahre 1880 1,289 Einwohner und 206 Häuser, im Jahre 1835 1.589 Einwohner und 1846 2.200 Einwohner und 357 Häuser.

Bald wurde die Stadt durch die größte Seuche in ihrer Geschichte: Cholera und Typhus 1847-1849 schwer geprüft, als fast die Hälfte der Stadtbewohner verstarb. Dadurch konnte 1861 die Zahl der Stadtbewohner von 1835 nicht wieder erreicht werden, 1870 hatte Muszyna 1.852 Einwohner. 1873 erlebte es eine weitere Choleraepidemie – 1/6 der damaligen Stadtbevölkerung verstarb, und erst 1890 hatte Muszyna 2.358 Einwohner.

Im Jahre 1876 wurde die Bahnstrecke von Tarnów nach Muszyna und weiter nach Ungarn über Prešov und Kosice fertiggestellt. Muszyna wurde mit Leben erfüllt, denn seine Bewohner fanden Arbeit als Droschkenkutscher, die Kurgäste von Muszyna nach Krynica beförderten. In dem sich schnell entwickelnden modischen Kurort wurde ein großer Teil der Stadtbevölkerung in der Saison eingestellt. Der Bau der Bahnstrecke Muszyna- Krynica 1911 war für die örtlichen Droschkenkutscher eine Katastrophe. Der Erste Weltkrieg ging mit Muszyna glimpflich um. Nur vorübergehend marschierten russische Truppen vom 1. bis zum 5. Dezember 1914 im Städtchen ein.

1930 wurde Muszyna offiziell als Kurort erklärt und war u.a. berechtigt, eine Klimagebühr zu erheben. Die größten Verdienste um die Entwicklung des verfallenen, vernachlässigten Städtchens zu einem vielbesuchten Urlaubsort hatten der damalige langjährige Bürgermeister Antoni Jurczak und der örtliche Arzt, Dr. Seweryn Mściwujewski. Zu ihrem Ehren wurden die ersten, Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre erschlossenen Mineralquellen “Antoni“ und “Wanda“ (nach der Frau von Dr. Mściwujewski) benannt. In den 30er Jahren setzte eine rasche Stadtentwicklung ein. Muszyna erhielt gepflasterte Straßen, Regenwasserkanäle, Grünflächen auf dem Marktplatz, wo es kurzfristig eine Tankstelle gab, am Poprad-Ufer wurden eine Konzertbühne und ein Sandstrand mit Umkleidekabinen sowie Liegen- und Kajakausleihen, eine Trinkhalle und Heilbäder erbaut. Am Flüsschen Muszynka wurde ein städtisches Kraftwerk errichtet, und am Marktplatz wurde ein Kinotheater eröffnet. Es gab hier auch einen Schlachthof, einen Wochenmarkt, ein Sägewerk und eine Spitzenfabrik.

Muszyna wurde bekannt und gern besucht. 1934 erhielt es das Stadtrecht. In der Sommersaison 1938 hielten sich hier mehr als 10.000 Gäste auf.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Muszyna vorübergehend durch slowakische Truppen besetzt, die kurzfristig durch die Wehrmacht abgelöst wurden. Ein tragisches Schicksal erlebten örtliche Juden (sie machten 1/4 der Stadtbevölkerung aus). Im Winter 1940/1941 wurden sie ins Ghetto Grybów verschleppt; als es liquidiert wurde, wurden sie ermordet. Während des Krieges führte über Muszyna eine der Kurierrouten von Warschau über Krakau nach Budapest. In Muszyna wurden Transportaktionen vom Bund des Bewaffneten Kampfes der Heimatarmee (ZWZ-AK) mit dem Oberförster Stefan Ajdukiewicz und seinem Stellvertreter Bolesław Witowski an der Spitze organisiert. Kuriere agierten bis zum Aufstand im August in der Slowakei. Im ehemaligen Ferienhaus “Helin“ in Muszyna befand sich eine Gestapo-Folterkammer, wo viele polnische Patrioten gefoltert wurden. Am 21. Januar 1945 marschierten sowjetische Truppen in Muszyna über Krynica ein. Damit ging die Zeit der Nazibesatzung zu Ende. Die Ausstattung der Kurbäder wurde von den Nazis verschleppt bzw. zerstört.

In der kommunistischen Zeit erlebte Muszyna keine großen Umwälzungen. Aus nahe gelegenen Dörfern verschwanden die während der “Weichsel“-Aktion ausgesiedelten Lemken, ein festes Element der örtlichen Kultur seit der Besiedlung im 15. und 16. Jahrhundert. Sie wurden durch Bewohner aus übervölkerten Dörfern bei Nowy Sącz abgelöst.

Im Poprad-Tal wurden glücklicherweise keine großen Industrieinvestitionen getätigt. Die wichtigste Erholungsform in Muszyna wurden Kinder- und Jugendlager. Die Kurortfunktion wurde von der benachbarten Ortschaft Złockie übernommen, wo in den 70er Jahren viele neue Kurhäuser erbaut und mehr als zehn Mineralquellen erschlossen wurden. Dadurch konnte in Muszyna die historische Raumordnung des Städtchens mit der Kościelna-, Kity- und Piłsudskiego-Straße, der Kirche St. Joseph und dem Marktplatz, der nach der Sanierung die größte Attraktion von Muszyna werden könnte, aufrecht erhalten werden. Von neuen Investitionen sind in dieser Zeit die Kurhäuser “Żerań” (jetzt “Korona”), “Ursus” (jetzt ”Muszyna”) und “Budowlani” (jetzt “Rewita”) und eine Neubausiedlung in der Piłsudskiego-Straße entstanden.

 

 

 

Kapitel 9. Muszyna auf einen Blick

Im Süden der Woiwodschaft Kleinpolen, im polnisch-slowakischen Grenzgebiet, im Tal der Poprad und ihrer rechten Nebenflüsse Muszynka i Szczawnik liegt das Städtchen Muszyna mit 6.000 Einwohnern. Zur Gemeinde Muszyna gehören die nahe gelegenen Dörfer Andrzejówka, Dubne, Jastrzębik, Leluchów, Milik, Powroźnik, Szczawnik, Wojkowa, Złockie und Żegiestów. Seine Bedeutung als Kurort verdankt Muszyna seiner malerischen Lage und seinen natürlichen Ressourcen; das Landschaftsbild wird durch die Beskiden und das Poprad-Flusstal geprägt, das Beskid Sądecki (die Sandezer Beskiden) in die Höhenzüge Radziejowa (1.262 m ü.d.M.) im Westen und Jaworzyna Krynicka (1.114 m ü.d.M.) im Osten teilt. Muszyna liegt in einem Tal, umgeben von den Bergen Góra Mikowa (638 m ü.d.M.) im Westen, Koziejówka (636 m ü.d.M.) im Norden, Malnik (726 m ü.d.M.) im Osten und Wielka Polana (796 m ü.d.M.) im Süden.

Die Gemeinde Muszyna liegt im Poprad-Landschaftspark, der 1987 gegründet wurde. Der Reichtum des Parks sind seine Waldlandschaften und Naturschutzgebiete. In der Umgebung von Muszyna befinden sich Naturschutzgebiete: der Lindenwald Obrożyska”, “Żebracze”, “Wierchomla” und “Hajnik”. Dieser Raum ist reich an Mineralquellen. Es handelt sich hierbei um magnesium-, kalk-, jod-, kalium- und eisenhaltige Säuerlinge. Zu bekannten Mineralquellen gehören: in Muszyna - “Antoni, “Milusia”, “Anna”, “Grunwald” und “Na Wapiennem”; in Żegiestów - “Anna”; in Jastrzębik - “Iwona”; w Milik - “Kazimierz”; in Szczawniku - “Za Cerkwią”. Ein sehenswertes Naturdenkmal sind Mofetten, d.h. Austrittspunkte von Kohlenstoffdioxid. Die zwischen den Dörfern Złockie und Jastrzębnik befindliche Prof.-Świdziński-Mofette ist die größte in Polen.

 

Bereits in der 2. Hälfte des 18. Jh. wurden Mineralquellen in dieser Region erwähnt, ihre wahre Blütezeit fiel aber in die Jahre 1920-1930. In dieser Zeit wurde Mineralwasser aus den Quellen “Antoni” und “Wanda” gewonnen, und auf Betreiben des damaligen Kurortarztes, Dr. Seweryn Mściwujewski und des Bürgermeisters Antoni Jurczak konnte Muszyna seine reichen Mineralquellen entsprechend nutzen. Heute wird Mineralwasser für Behandlungszwecke, als Trinkkur in allgemein zugänglichen Trinkhallen und für die kommerzielle Abfüllung eingesetzt. Kurhäuser bieten verschiedene Behandlungen wie Balneologie, Hydro- und Kinesiotherapie an, hier werden Erkrankungen der Atemwege, des Harnapparats, des Verdauungskanals und der Bewegungsorgane behandelt. Viele Übernachtungsobjekte bieten zusätzliche Attraktionen wie Schwimmbäder, Saunas, Individualdiäten, Spielplätze, Tennisplätze, Schlittenbahnen u.v.m.

Eine neue Attraktion von Muszyna sind der Schwimmbäderkomplex in Zapopradzie und das nahe gelegene Amphitheater, wo im Sommer während des “Święto Wód Mineralnych“
(Mineralwasserfest), des “Majówka“ (Maifest) oder des “Jesień Popradzka“ (Poprad-Herbst)

Darbietungen berühmter Bühnenkünstler bewundert werden können. Im Szczawnik-Tal mit Anbindung an die Skistation Wierchomla kommen Ski- und Snowboardfahrer auf ihre Kosten. Der Wierchomla-Sessellift funktioniert auch im Sommer, was dem Bergtourismus und Bergradfahren förderlich ist, wofür Muszyna ausgezeichnete Bedingungen bietet. Das Wirtschaftsforum findet zwar im benachbarten Krynica statt, doch führen über Muszyna alle Routen des im Rahmen des Forums organisierten Lauffestivals.

Das wichtigste Baudenkmal in Muszyna sind die Ruinen der Wehrburg auf dem Baszta-Berg, deren Geschichte in dem Beitrag zur Geschichte von Muszyna kurz erwähnt wurde. Auf dem Weg vom Baszta-Berg zum Stadtzentrum gehen wir am Sitz des Museums des Staates Muszyna vorbei, der auf dem Grundriss eines alten Gasthofes aus dem 18. Jh. wieder hergestellt wurde. Auf dem Marktplatz stehen die alten Kapellen St. Florian und St. Nepomuk. Darunter haben sich die Kellergewölbe des nicht mehr bestehenden Rathauses erhalten, in denen aus Ungarn eingeführter Wein gelagert wurde, woran der Dichter Jan Kochanowski in einem Scherzgedicht anknüpft.

An der Kościelna-Straße, die vom Marktplatz zur Kirche führt, kann die Kleinstadtbebauung aus dem 19. Jh. bewundert werden. Die Kirche St. Joseph der Bräutigam wurde Ende des 17., Anfang des 18. Jh. erbaut. Der Standort und die Schießöffnungen zeugen von deren Wehrcharakter. In Außennischen stehen Heiligenfiguren. Im Kircheninnern fällt der Hauptaltar mit der Figur der Muttergottes mit dem Jesuskind von 1470, die aus der Wawelburg hierher gebracht wurde, auf. Beachtenswert sind auch Korduane in den Antependien der Altäre. In einer Seitenkapelle befinden sich gotische Figürchen der hl. Hedwig von Schlesien und der hl. Ottilia. Einen Besuch wert sind auch der alte Friedhof in Muszyna mit zahlreichen schönen Grabsteinen und das in seiner Nähe stehende Denkmal für Kardinal Karol Wojtyła, das an seinen Besuch 1970 in Muszyna erinnert.

 

 

Kapitel 10. Über uns

Die Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs vereint Personen aus verschiedenen Regionen Polens, die an der Geschichte, Kultur und Entwicklung des Raumes Muszyna interessiert sind. Unsere Hauptinitiative ist der seit 1991 erscheinende Muszyna Almanach “Almanach Muszyny”, in dem inzwischen einige zig Autoren mehr als 600 Beiträge veröffentlicht haben. Die Freunde des Muszyna Almanachs finanzieren seit mehreren Jahren den Stipendienfonds des Muszyna Almanachs, in dessen Rahmen bereits über 240 begabte Schüler und Studenten Stipendien erhalten haben. Wir organisieren Wettbewerbe und Ausstellungen. Gemeinsam mit unseren Partnern dokumentieren wir bedrohte Baudenkmäler, zeichnen die besten Bücher über unsere Region aus und fördern die Entwicklung von Tourismus und Kulturreichtum der Region. Wir veranstalten jährlich gemeinsame polnisch-slowakische Jugendkonzerte. Mehr über uns unter: www.almanachmuszyny.pl

Vorstand der Vereinigung: Ryszard Kruk - Präsident, Renata Trela – stellv. Präsidentin, Katarzyna Kucia-Garncarczyk - Sekretärin, Agata Szymańska - Schatzmeisterin, Izabela Cywa - Mitglied

Revisionskommission: Włodzimierz Matuzik - Präsident, Piotr Rutka – stellv. Präsident, Maciej Śliwa, Bartłomiej Bujarski, Juliusz Jarończyk - Mitglieder

Die Mitglieder der Organe der Vereinigung üben ihre Funktionen ehrenamtlich aus und erhalten keine Vergütung.

Landesgerichtsregister-Nr. 0000365118

 

“Muszyna Almanach“

Chefredakteurin: Bożena Mściwujewska-Kruk, Programmrat: Kazimierz Przyboś (Vorsitzender), Bartłomiej Bujarski, Łucja Bukowska, Barbara Chudzińska, Wit Kmietowicz, Ryszard Kruk, Magdalena Małecka-Myślik, Bożena Mściwujewska-Kruk, Tadeusz Łopatkiewicz, Barbara Rucka, Miroslav Števik, Tadeusz M. Trajdos, Tadeusz Wołowiec. Herausgeber des “Muszyna Almanachs“: Gesellschaft der Freunde des Muszyna Almanachs. Der “Muszyna Almanach” ist unter Nummer A 116 im Presseregister des Bezirksgerichts Nowy Sącz eingetragen. ISSN-Nummer 1234-6276,

Die Redaktion und die Autoren von Texten und Fotos beziehen keine Honorare, und die Erlöse aus dem Vertrieb des “Muszyna-Almanachs” fließen dem Stipendienfonds des Muszyna Almanachs zu.

Stipendienfonds des Muszyna Almanachs: Komitee für wissenschaftliche und wissenschaftlich-soziale Stipendien: Witold Kaliński (Warschau/Wierchomla), Vorsitzender, Małgorzata Przyboś (Krakau), Sekretärin und Mitglieder: Janina Kumorek (Muszyna), Andrzej Tokarczyk (Muszyna), Beata Zacny (Krakau), Anna Rodak (Warschau). Komitee für künstlerische Stipendien: Zbigniew Bujarski (Krakau), Vorsitzender, Mieczysław Smyda (Krynica), Sekretär und Wojciech Dąbrowski (Warschau).

Autoren der Publikation: Mitglieder und Sympathisanten der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs: Łucja Bukowska, Izabela Cywa, Zuzanna Długosz, Sylwia Gacek, Renata Kopacz, Ryszard Kruk, Bożena Mściwujewska-Kruk, Kazimierz Przyboś, Małgorzata Przyboś, Agata Szymańska. Das Team hat seine Aufgabe ehrenamtlich ohne Honorar erfüllt.

Die Übersetzung der Texte in Englisch, Deutsch und Slowakisch wird im Rahmen des Programms Mäzenatentum in Kleinpolen 2012 aus Mitteln des Marschallsamtes Kleinpolen und aus eigenen Mitteln der Vereinigung der Freunde des Muszyna Almanachs finanziert.

Anschrift der Vereinigung und der Redaktion: Willa Wanda, ul. Józefa Piłsudskiego 56,
33-370 Muszyna, redakcja@almanachmuszyny.pl

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